Integriertes Klimaschutzkonzept für die Stadt Löningen

Hintergrund

Die seit einigen Jahren verstärkte Berichterstattung über häufiger auftretende Umweltkatastrophen und Extremwetterereignisse, über den Umbau des Energieversorgungssystems hin zu erneuerbaren Energien aber auch über Energiepreissteigerungen rücken das Klima immer stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung. Experten sind sich einig, dass der gegenwärtig beobachtbare Klimawandel zu einem großen Teil auf die vom Menschen ausgestoßenen Treibhausgase zurückzuführen ist. Allein die Sektoren Verkehr und Gebäude sind heute in Deutschland für rund 70 Prozent des Endenergieverbrauchs und für knapp 40 Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich.

Folglich stehen die Städte und Gemeinden mit ihren zahlreichen Akteuren aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft im Fokus der Betrachtung, da Maßnahmen zum Klimaschutz, zur Energieeffizienz sowie zum Energiesparen die größten Erfolge auf der kommunalen Ebene aufweisen. Mit der Klimaschutzinitiative hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2020 gegenüber dem Jahr 1990 um 40 Prozent zu senken.

Aus dieser Initiative heraus fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) seit 2008 die Erstellung von kommunalen Klimaschutzkonzepten sowie die nachfolgende Beratung bei der Umsetzung der im Konzept entwickelten Klimaschutzmaßnahmen.

Integriertes Klimaschutzkonzept der Stadt Löningen

Die Stadt Löningen hat sich im April 2012 dazu entschieden, die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung aktiv mit der Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes zu unterstützen. Unter dem Förderkennzeichen 03KS3200 fördert das BMU, vertreten durch den Projektträger Jülich, die Erstellung mit einem Anteil von 65 Prozent. Die Förderzusage ging im Juni 2012 bei der Stadtverwaltung ein. Die Projektlaufzeit beläuft sich auf 12 Monate – Beginn 01.06.2012, Ende 31.05.2013.

Mit dem integrierten Klimaschutzkonzept verfolgt die Stadt Löningen das Ziel, die Einwohner Löningens für die Themen Klimaschutz und Energieeffizienz zu sensibilisieren. Eine CO2- und Energiebilanz soll die CO2-Emissionen sowie die Energiebereitstellung und den Energieverbrauch auf dem Stadtgebiet aufdecken und mögliche Handlungsschwerpunkte aufzeigen. Im Rahmen des Konzeptes sollen darüber hinaus ein klimapolitisches Leitbild sowie Ziele und Maßnahmen definiert und formuliert werden, auf deren Basis sich Effizienz- und Klimaschutzprojekte begründen. In diesem Sinne kann das integrierte Klimaschutzkonzept als strategischer Leitfaden für eine auf Dauer angelegte alle betroffenen Bereiche integrierende Energie- und Klimaschutzpolitik dienen.

Das integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Löningen wird in Zusammenarbeit mit dem Beratungsbüro infas enermetric GmbH aus Emsdetten erstellt. Die Stadt und das Beratungsbüro boten im Herbst 2012 vier Workshops zu verschiedenen Themen an.

Das Ergebnis der einjährigen Projektlaufzeit wurde am 11. Juni 2013 im Forum Hasetal in einer Abschlussveranstaltung vorgestellt. Den Abschlussbericht finden Sie hier.

Veranstaltungen

Am 20.09.2012, um 19.30 Uhr, fand im Forum Hasetal, Ringstraße 2, 49624 Löningen, die Auftaktveranstaltung zum integrierten Klimaschutzkonzept der Stadt Löningen statt.

Das Beratungsbüro infas enermetric GmbH stellte Ziele, Handlungsfelder und Fahrplan des Klimaschutzkonzeptes sowie erste Ergebnisse der CO2- und Energiebilanz vor. Darüber hinaus berichteten mehrere Fachreferentinnen und -referenten über ihre Erfahrungen mit den Themen Energieeffizienz, energie- und klimaorientiertes Bauen sowie Nutzung regenerativer Energien.

An der Veranstaltung nahmen insgesamt rund 70 Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik teil.

Die Präsentationen zu den Vorträgen haben wir für Sie zum Herunterladen als pdf-Dateien bereitgestellt. Bitte klicken Sie hier.

Zur Entwicklung des Konzepts veranstaltet die Stadt Löningen im Herbst 2012 insgesamt vier Workshops, in denen die Themen "Energieeffizienz in Unternehmen"  (09.10.2012), "Einsatz regenerativer Energien" (16.10.2012), "Öffentlichkeitsarbeit und Marketing" (06.11.2012) sowie "Planen, Bauen, Sanieren" (20.11.2012) behandelt werden.

Informationen zu den einzelnen Workshops finden Sie in der linken Spalte.

Förderung und Fördermittelgeber

Das integrierte Klimaschutzkonzept für die Stadt Löningen wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

 

bmu_2012_07_10
klima_2012_07_10
ptj_2012_07_10

Ansprechpartner

Während des Aufstellungsprozesses haben alle interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich an den öffentlichen Veranstaltungen und Workshops zu beteiligen. Auch im Vorfeld und während der Veranstaltungs- und Workshop-freien Zeit können Sie Anregungen jederzeit an folgende E-Mail-Adresse richten: klimaschutz@loeningen.de

 
Stadt Löningen
Fachbereich Immobilienmanagement und Liegenschaften

Fachbereichsleiter: Dieter Hegger

Telefon: 0 54 32 / 94 10-29
Telefax: 0 54 32 / 94 10-37
E-Mail: dieterhegger@loeningen.de
Internet: www.loeningen.de

 

infas enermetric GmbH, Energiedienstleistungen

Reiner Tippkötter  - Leiter Energiedienstleistungen
Telefon: 0 25 72 / 80 70 10
Telefax: 0 25 72 / 80 70 11 00
E-Mail: info@infas-enermetric.de
Internet: www.infas-enermetric.de