Geschichte

5 Viertel und die Wiek:
Löningen in Geschichte und Gegenwart

Zu den zahlreichen Eigenarten Löningens zählt unter anderem, dass die Stadtgemeinde mit heute rund 14.000 Einwohnern aus fünf Vierteln und einer Wiek besteht. Das Glübbiger, das Überhäsige, das Bunner, das Lodberger und das Wachtumer Viertel grenzen an die Wiek, die im Zentrum der Stadtgemeinde auf dem Nordufer der Großen Hase liegt.

Die Löninger Wiek entstand auf dem Boden des Haupthofes, der zu Beginn der Christianisierung der Mutterkirche des Hasegaues zugeteilt wurde. Kaiser Ludwig der Fromme erkannte ihr im Jahre 819 die Immunität zu. 855 wurden Kirche und Hof Löningen dem Kloster Corvey übertragen, behielten die Immunitätsrechte und gaben damit der entstehenden Wiek die Möglichkeiten einer eigenen, weitgehend selbstbestimmten Entwicklung. Weil aber der einwohnerstärkste Ort zwischen Meppen und Vechta, Oldenburg und Osnabrück keinen regierenden Adel in seinen Mauern duldete, verlor er auch seine Funktion als Verwaltungszentrum, die Löningen in sächsisch-fränkischer Zeit noch besessen hatte. Nach der Zivilisierung der Kloppenburg durch den münsterschen Fürstbischof wurde Kloppenburg Amtssitz und Löningen geriet in eine Randlage, die nur während der französischen Besatzungszeit durch die Einrichtung des Kantons Löningen und anschließend in oldenburgischer Zeit durch die Einrichtung des Amtes Löningen, die in etwa dem überkommenen "Hasegau" entsprachen, für eine kurze Weile aufgehoben wurde.

Mit Duderstadt und Huckelrieden waren allerdings noch lange Zeit die Sitze der letzten münsterschen Amtsdroste auf Löninger Gebiet angesiedelt. In Duderstadt, exakt auf der Wiekgrenze im Lodberger Viertel gelegen, diente eine Burg als Amtssitz.

In Huckelrieden im Überhäsigen Viertel war es die alte Burg der Stedinger, in der zuvor ein Reichshauptmann residiert hatte. Seit jeher zählen die Kirchengemeinde Benstrup mit Madlage und Steinrieden sowie die Bauernschaften Lodbergen mit Duderstadt, Holthausen und Böen zum Lodberger Viertel, in jüngster Zeit kamen Meerdorf und die Löninger Schelmkappe hinzu.

 

Stadtrecht ab 1982. Im Jahre 1972 feierte die Gemeinde Löningen ihr 1150-jähriges Bestehen. Die Niedersächsische Landesregierung verlieh der Gemeinde Löningen die Bezeichnung "staatlich anerkannter Erholungsort". Am 1. März 1982 wurde Löningen durch den Niedersächsischen Innenminister Dr. Möcklinghoff die Bezeichnung "Stadt" verliehen.

 

Partnerstadt. Im Juni 1990 haben die Stadt Wittenburg (Mecklenburg/Vorpommern) und Löningen beschlossen, eine Partnerschaft mit dem Ziel einzugehen, im Rahmen der kommunalen Zuständigkeit und Möglichkeiten den freien Informationsaustausch und die Zusammenarbeit in möglichst vielen Bereichen zu fördern und zu festigen.

 

Löningen von 1899