Presseberichte

Richtfest für „beeindruckendes Projekt“

Jakobus-Haus wird zum neuen Dorfmittelpunkt für Elbergen, Augustenfeld, Vehrensande und Windhorst ausgebaut

Bis zum Schützenfest im Mai werden die Ausbauarbeiten der Schützenhalle zum Dorfgemeinschaftshaus für Elbergen, Augustenfeld, Vehrensande und Windhorst abgeschlossen.

von Willi Siemer


Mit dem Richtfest ihres Dorfgemeinschaftshauses feiern die Bewohner der Löninger Ortsteile Elbergen, Augustenfeld, Vehrensande und der Siedlung Windhorst ein Etappenziel zur Schaffung eines Mittelpunkts für ihr Gemeinschaftsleben.

Dies sei ein Grund, gemeinsam zu feiern, begrüßte der Brudermeister der Jakobus-Schützen Burkhard Sibbel die überwiegend aus dem Einzugsbereichs und aus Löningen stammenden Handwerker, viele Bewohner und Mitglieder des Vereins. Die Bruderschaft ist als einziger eingetragener Verein Träger des Projekts, das mit Hilfe der Dorferneuerung „Löningen Südost“ verwirklicht werden kann.

Ziel der Erweiterungsarbeiten sei es, den Bewohnern einen neuen Dorfmittelpunkt zu geben, nachdem der „Elberger Hof“ zum Leidwesen aller geschlossen und verkauft worden sei. „Hier soll das neue Zentrum unseres dörflichen Lebens entstehen, wir alle sind gemeinsam daran beteiligt“, so der Brudermeister.

Alle Gruppen, die in den Dörfern bestehen, sollen Zugang bekommen und das Haus und seine Räume für ihre Aktivitäten nutzen können. „Wir wollen damit unsere Dörfer attraktiver machen. Wenn wir dieses Ziel erreichen, ist kein hier investierter Euro verschwendet, sondern sinnvoll für die hier lebenden Menschen angelegt“, betonte Sibbel.

Er dankte den Handwerkern und allen, die mit ihrer Arbeit und ihrem guten Willen geholfen haben und helfen, das Projekt zu verwirklichen. Vor allem die erfolgreichen Bemühungen, den gewünschten Zeitplan auch einzuhalten, verdiene Dankbarkeit. Das sei heutzutage angesichts der guten Auftragslage keine Selbstverständlichkeit.

Im September 2018 habe der Verein den Antrag auf Mittel aus der Dorferneuerung an das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) gestellt, der Zuwendungsbescheid sei dann im Frühjahr 2019 gekommen, erinnerte Sibbel an die Entwicklung des Projektes. Nachdem die Stadt im Oktober den Zuschuss bewilligt habe, sei am 7. Oktober mit dem Bau begonnen worden. Nur vier Monate später stehe der Rohbau und der Innenausbau sei gestartet. Geplant sei, die Arbeiten bis zum Schützenfest im Mai weitestgehend abzuschließen.

Das Gebäude wird vor allem um mehrfach unterteilbare Multifunktionsräume für kleinere und größere Treffen sowie Veranstaltungen und Sanitärräume erweitert. Auch der Außenbereich wird – mit Blick auf die im September bevorstehende Gastgeber-Rolle des Bundesfestes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften – neu gestaltet. Veranschlagt sind fast 650000 Euro als Gesamtkosten.

Bürgermeister Marcus Wilen gratulierte zu diesem „beeindruckenden Projekt“ der Dorfgemeinschaft. Die Anstrengungen verdienten allergrößten Respekt.

Der Bau könne dank mehrerer glücklicher Umstände verwirklicht werden. Dazu gehöre vor allem die Dorferneuerung „Löningen-Südost“ und die Förderung von 73 Prozent. Zusammen mit dem Zuschuss der Stadt, über deren Höhe es „leichte Auseinandersetzungen“ gegeben habe, ergebe sich eine Förderquote von beeindruckenden 80 Prozent.

Wenn perspektivisch das geplante Erbbaurecht umgesetzt werde, dann sei die Dorfgemeinschaft auch dauerhaft Besitzer ihres neuen Dorfmittelpunktes.


zum oberen Bild:
Großes Interesse: Der Brudermeister der Schützenbruderschaft Burkhard Sibbel begrüßte viele Bewohner der drei Löninger Ortschaften und der Siedlung Windhorst zum Richtfest des Ausbaus der Schützenhalle zu einem Dorfgemeinschaftshaus für alle Vereine und Gruppen. Foto: Willi Siemer.

zum zweiten Bild:
Abschluss und Höhepunkt: Nach den Ansprachen und den üblichen Vorbereitungen richteten Zimmermeister Franz Diekmann und sein Team die Richtkrone über dem Erweiterungsbau auf. Foto: Willi Siemer.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 17.02.2020