Presseberichte

Arbeitsreiches Jahr für Feuerwehr Löningen

Aktive rücken zu 85 Einsätzen aus / Bürgermeister Willen informiert auf Generalversammlung über Stand des Neubaus

Die Vorarbeiten für den Neubau des Löninger Feuerwehrhauses sind abgeschlossen, der Bauantrag kann in wenigen Wochen gestellt werden.

von Willi Siemer


Über ein arbeitsreiches Jahr 2019 für die Aktiven der freiwilligen Feuerwehr Löningen informierte Stadtbrandmeister Mario Radtke auf der Generalversammlung im Löninger Rathaus.

Die Löninger Aktiven wurden in den zwölf Monaten insgesamt 85-mal alarmiert, die mit fast 1700 Einsatzstunden zu Buche schlugen. Neben sechs Großbränden rückten sie zu elf Mittel- und neun Kleinbränden, zu 41 Hilfeleistungen und sechs Verkehrsunfällen aus. Unter den acht Alarmen durch Brandmeldeanlagen seien zwei echte Einsätze gewesen, wo größerer Schaden habe verhindert werden können, so Radtke.

Hinzu kommen weitere 8336 Stunden für Übungsdienste, Absperrungen bei Veranstaltungen, Lehrgängen und Brandwachen im Forum. Radtke sah die Wehr trotz der Belastungen gut gewappnet, da zurzeit 68 Männer und zwei Frauen als Aktive zur Verfügung stünden. Als erfreulich wertete er die große Zahl nachrückender junger Aktiver mit fünf frisch gebackenen Feuerwehrmännern und ebenfalls fünf Nachwuchsleuten aus der Jugendfeuerwehr, die zu den „Großen“ wechseln.

Die hohe Zahl der Einsätze hat sich zu Beginn des Jahres fast nahtlos fortgesetzt, denn das Sturmtief „Sabine“ bescherte den Aktiven allein 23 Einsätze an nur zwei Tagen, darunter war ein Sonntag.

Bürgermeister Marcus Willen dankte den Mitgliedern der Wehr im Namen nicht nur von Rat und Verwaltung sondern im Namen aller Löninger für ihren großen Einsatz für die Allgemeinheit. Mit den in 48 Stunden absolvierten 23 Einsätzen stellten sie zudem auch ihre Einsatzfähigkeit und Belastbarkeit unter Beweis. Aufmerksame Zuhörer fand der Bürgermeister, als er über den Stand des geplanten Neubaus des Feuerwehrhauses berichtete. Die Vorbereitungen und notwendigen Abstimmungen seien weitgehend abgeschlossen, so dass der Bauantrag in wenigen Wochen gestellt werden könne. Auch die Gespräche mit dem DRK Löningen über eine gemeinsame Lösung seien bis zur Entscheidung in den Gremien gediehen.

Eine Entlastung der Wehr werde hoffentlich die seit Anfang des Jahres geltende Gebührensatzung trotz des damit verbundenen bürokratischen Mehraufwands bringen, so Willen. Sie werde, so hofft Willen, zu einer größeren Wertschätzung der Arbeit beitragen, da sichtbar werde, was der Einsatz unter bestimmten Umständen koste.

Befördert wurden Heiko Rolfes zum Brandmeister, Henning Ahrens zum Hauptlöschmeister, Thorsten Lübke zum ersten Hauptfeuerwehrmann und Rene Humberg zum Hauptfeuerwehrmann. Offiziell in die Wehr aufgenommen als Feuerwehrmänner wurden Vincent Karnbrock, Carsten Flerlage, Henrik Hanenkamp, Klaus Mischo und Ben Sibbel.

Als Anwärter aus der eigenen Jugendfeuerwehr übernommen werden Mario Klatt, Daniel Klewno, Rico Moorkamp, Conrad Siemer und Marvin Eilers. Aus anderen Wehren wechseln durch den neuen Wohnort Löningen Björn Hüggelmeyer, Markus Heyde und Jonas Rethmann.

zum Bild:
Geehrt und befördert: Stadtbrandmeister Mario Radtke (links) und Bürgermeister Marcus Willen (Vierter von rechts) beförderten auf dem Jahrestreffen im Löninger Rathaus 15 Aktive der Wehr. Fünf junge Männer wurden als Feuerwehrmänner berufen. Foto: Thomas Willen.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 04.03.2020