Presseberichte

„520 Gäste täglich sind gute Not-Lösung“

Wellenfreibad-Verantwortliche trotz Corona-Einschränkungen zufrieden mit Betrieb und Disziplin der Besucher
Statt der bis zu 1800 Besucher täglich in „normalen Zeiten“ können wegen der Corona-Auflagen in dieser Saison nur bis zu 520 Gäste in vier Durchgängen das Freibad besuchen.

von Sarah Frerich und Willi Siemer


Natürlich denke er in diesen Hochsommerzeiten mit Sonnenschein von früh bis spät und Temperaturen jenseits der 30 Grad mit Wehmut an den Hochbetrieb und die ausgelassene Stimmung der Besucher der vergangenen Jahre zurück.

Ludger Mathlage, der Leiter der Löninger Bäder, ist dennoch mit dem bisherigen Verlauf der Sommersaison im Wellenfreibad zufrieden. Es gebe keine Probleme, die Besucher hätten Verständnis für die Vorschriften in Corona-Zeiten und hielten sich vor allem an die wichtigste Vorgabe des umfassenden Hygiene-Konzepts: „Abstand halten“.

Vom Besucheransturm der vergangenen beiden Jahre mit 48000 in 2018 und immerhin 38000 in 2019 können die Beteiligten nur träumen. Das seien, abgesehen von den nie wieder erreichten Rekordwerten in den achtziger Jahren, die besten Bilanzen in der fast 40-jährigen Geschichte des Bades im Hasetal mit gleich dutzenden Tagen mit bis zu 1800 Besuchern täglich.

„Angesichts der Corona-Einschränkungen sind die jetzt 520 Besucher täglich im Freibad eine gute Not-Lösung“, ist Mathlage zufrieden. Denn vor etlichen Wochen sei noch nicht einmal absehbar gewesen, dass die Bäder überhaupt öffnen könnten. „Alle sind froh, dass sie sich überhaupt abkühlen können“, schildert er das Fazit vieler Gespräche.

Unter Beachtung der Abstandsregelungen und der Mund-Naschen-Schutzpflicht in den Gebäuden dürfen pro zweistündigem Zeitfenster 130 Personen das Bad betreten. Außerdem ist nur die Hälfte der Duschen und Toiletten geöffnet. Probleme gebe es nur selten. „Die Besucher sind einsichtig und vorsichtig“, so Mathlage. Er habe mit mehr Problemen bei der Einhaltung der Regeln gerechnet.

In der aktuellen Phase könnte leider nicht allen Interessenten, die sich online anmelden müssten, Einlass gewährt werden. Um möglichst vielen unter diesen Umständen dennoch einen Freibad-Besuch zu ermöglichen, ist die Badezeit auf zwei Stunden begrenzt. Weiterer großer Wermutstropfen: Das Gesundheitsamt hat die Attraktion des Löninger Bades, die stündlichen Wellengänge, untersagt. „Viele Schwimmer können durch die Bewegung im Wasser nicht den Abstand zum Nebenmann gewähren“, so Mathlage. Auch die Sprungtürme sind tabu. Als kleinen Ausgleich für diese Einschränkungen verzichtet die Stadt in dieser Saison auf Eintritt.

Im Gegensatz zu normalen Zeiten, in denen es hier häufig kein Durchkommen gab, wird die Liegewiese nur von wenigen Besuchern genutzt und auch im Becken ist genügend Platz zum Planschen und Bahnenziehen. Alles wirkt sehr entspannt. Auffällig ist, dass es überwiegend nur Familien sind, die das Freibad nutzen. Es sind kaum Kinder und Jugendliche zu sehen.

Dies bestätigt auch Aron Lüken, gerade ausgelernter Auszubildender zur Fachkraft für Bäderbetrieb. Kinder und Jugendliche nutzten das Bad vor allem als Treffpunkt mit den Kumpeln. Wegen des kleinen Zeitfensters lohne sich daher aus ihrer Sicht nicht der Besuch des Bades. Erfreulich für die kleinen Besucher: Das Kinderbecken und der Spielplatz haben wie gewohnt geöffnet. Um Verpflegung muss man sich jedoch selbst kümmern, denn auch der Kiosk ist geschlossen und das Eis zwischendurch nicht möglich.


zum oberen Bild:
Auslastung in Corona-Zeiten: Statt der täglich in diesen Sonnen-Hochsommerzeiten bis zu 1800 Besucher können 520 Badegäste in den Zwei-Stunden-Taktungen das Löninger Freibad nutzen. Weiterer Wermuts-Tropfen der coronabedingten Einschränkungen: Die Attraktion des Bades, der stündliche Wellengang, ist wegen der dadurch entstehenden Abstandsprobleme verboten. Foto: Sarah Frerich.

zum zweiten Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 13.08.2020.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 13.08.2020.

HINWEIS:
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