Presseberichte

Feuerwehr freut sich über steten Nachwuchs

68 Aktive engagieren sich im speziellen Ehrenamt / Radtke freut sich auf optimale Bedingungen im neuen Gebäude

Über die stetig wachsende Zahl von Feuerwehrleuten, die sich für Sicherheit der Bewohner der Stadt einsetzen, freut sich Stadtbrandmeister Mario Radtke.

von Willi Siemer


Zufrieden mit der Mitgliederentwicklung der Freiwilligen Feuerwehr Löningen ist Stadtbrandmeister Mario Radtke. Zurzeit seien 68 Männer und zwei Frauen aktiv. Allein in diesem Jahr freuten sie sich über acht Neuzugänge. Vier stammten aus der eigenen Jugendfeuerwehr, die mit einem halben Dutzend im vergangenen Jahr und weiteren Übergängen aus den Jahren zuvor die wichtigste Nachwuchsquelle bleibe, so Radtke.

Die Arbeit und der Einsatzwillen in diesem speziellen Ehrenamt könne gar nicht hoch genug bewertet werden, betonte Bürgermeister Marcus Willen in einem Pressegespräch, an dem auch die für die Wehr in der Verwaltung verantwortliche Hildegard Heile und der Erste Stadtrat Thomas Willen teilnahmen.

Als Zeichen für den guten Ruf und die Attraktivität der Wehr als ein Team, in dem man sich auf den anderen in den Einsätzen verlassen könne, sehen sowohl der Feuerwehrchef als auch der Bürgermeister die Bewerbungen von jungen Männern, für die die Stadt durch eine neue Arbeitsstelle in den Löninger Betrieben oder aus familiären Gründen neuer Lebensmittelpunkt sei. Vier weitere, bereits zuvor in anderen Wehren ausgebildete ehrenamtliche Retter habe man auf diese Weise allein in den letzten Monaten hinzugewinnen können. Das sei in den Vorjahren auch bereits der Fall gewesen. Damit habe sich die Zahl der Feuerwehrleute in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt, freut sich der Einsatzleiter.

Dies sei aber auch dringend notwendig, denn im gleichen Zeitraum habe sich auch die Zahl und die Vielfalt der Einsätze mindestens ähnlich entwickelt. Bis jetzt sei die Wehr 72-mal ausgerückt, 2019 seien es „nur“ 85, das Jahr davor 108 und 2017 sogar 160 Einsätze gewesen.

Die Zahl der Aktiven müsse weiter wachsen, damit auf Dauer alle Aufgaben auch zuverlässig besetzt werden könnten. Dies zeige die Coronakrise leider allzu deutlich. Wenn es darum gehe, die Wehr in zwei gleich große, unabhängig voneinander funktionierende Einheiten mit der notwendigen Zahl von Maschinisten, Atemschutz-Teams und Fahrern aufzuteilen, dann gestalte sich das gar nicht so einfach.

Schwierigkeiten könne es vor allem an Werktagen geben, wenn nur die in Löninger Betrieben arbeitenden Feuerwehrleute in Minuten nach der Alarmierung ausrücken könnten. Da sei ein Block von sieben Aktiven in der Nähe des Gerätehauses, die sowohl in der Werksfeuerwehr Remmers wie auch in der Löninger Wehr aktiv seien, schon hilfreich.

Sowohl Radtke als auch Willen gehen nicht davon aus, dass die im Feuerwehrbedarfsplan genannten 127 Mitglieder erreicht werden. Das sei der Idealzustand, dem eine 150-prozentige Personalabdeckung zugrunde liege, so Willen. Selbst die Stadt Cloppenburg habe aktuell „nur“ 96 Feuerwehrleute, so Radtke.

Radtke zeigte sich aber überzeugt, dass es in den kommenden Jahren sowohl in der Jugendfeuerwehr als auch bei „den Großen“ gelingen werde, weitere Aktive zu gewinnen. Denn im Herbst 2021 werde das neue Feuerwehr-Gebäude bezogen.„Dann haben wir nach den Provisorien und den unzulänglichen Verhältnissen endlich optimale, attraktive Bedingungen, was Umkleiden getrennt nach Männern und Frauen, Duschmöglichkeiten nach dem Einsatz, optimale Laufwege sowie Ausbildungs- und Trainingsmöglichkeiten angeht“.

Spätestens dann werde die Wehr ihre Werbung um Nachwuchs noch einmal intensivieren. „Wir hoffen, dass es dann gelingt, den Prozentsatz der Mädchen und jungen Frauen nachhaltig zu steigern“.

Eine nicht mehr ganz so wichtige Rolle wie in früheren Zeiten spielen bei der Nachwuchsgewinnung die Familientraditionen. Das gebe es durchaus noch, dass die Väter und manchmal sogar die Großväter oder die Onkel schon in der Wehr aktiv waren, erläutert Radtke. Aber auf diese Art und Weise für Feuerwehrnachwuchs zu sorgen funktioniere nur noch gelegentlich.


zum oberen Bild:
Eindrucksvolle Riege: In den letzten Jahren war die Jugendfeuerwehr mit ihren aktuell 17 Jungen und einem Mädchen die wichtigste Nachwuchsquelle für die Wehr. Etliche der auf diesem gut zwei Jahre alten Foto Aktiven sind jetzt bei den „Großen“ aktiv. Foto: Feuerwehr.

zum zweiten Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 18.08.2020.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 18.08.2020.