Presseberichte

Gesamtzahl der Coronafälle im Landkreis Cloppenburg steigt auf 404

Derzeit 117 aktuelle Coronafälle / Neue Allgemeinverfügung des Landkreises Cloppenburg


Die Gesamtzahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Landkreis Cloppenburg ist bis Donnerstag, 17. September, 13.30 Uhr, auf 404 gestiegen. Es liegen 15 neue positive Testergebnisse vor. Da fünf Personen genesen sind, zählt der Landkreis derzeit 117 aktuelle Coronafälle. Es ist der bislang höchste Wert seit Beginn der Pandemie im Landkreis Cloppenburg.

Die neuen positiven Testergebnisse sind in der Stadt Löningen erneut um fünf Fälle gestiegen.

In den Kindergärten in Kneheim, St. Vitus in Löningen und St. Marien in Löningen sowie der Realschule Löningen und der BBS a.M. Cloppenburg wurde jeweils eine Person positiv getestet. Das Gesundheitsamt befindet sich in der Kontaktermittlung. Die Kontaktpersonen in den Kindergärten sowie die Kohorten der Infizierten in den Schulen werden in Quarantäne gesetzt.

Der Landkreis Cloppenburg hat daher seine Allgemeinverfügung vom Dienstag verschärft. Die Ausübung von Sportunterricht an allen Schulen wird ab sofort bis zum 30. September 2020 untersagt. Ausgenommen von dem Verbot ist der Sportunterricht im Rahmen von Abschlussprüfungen.

Des Weiteren wird die Ausübung des Freizeit- und Vereinssports in öffentlichen und privaten Schwimmhallen verboten. Ausgenommen von dem Verbot ist die Nutzung von Schwimmhallen zu medizinisch indizierten Rehabilitationsmaßnahmen aufgrund einer ärztlicher Verordnung, einer ärztlichen Bescheinigung oder einer Erkrankung, die die Fortsetzung aus medizinischen Gründen erfordert.

Landrat Johann Wimberg stellt zu der kreisweit geltenden Allgemeinverfügung aufgrund diverser Nachfragen klar, dass die sozialen Beziehungen über Gemeindegrenzen hinaus verlaufen und der Landkreis das Infektionsgeschehen unbedingt eingrenzen möchte. Die vom Landkreis kreisweit angeordneten Maßnahmen sind keine Sanktionen gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, sondern sollen den weiteren Ausbruch eindämmen.

Schon in den nächsten Tagen könnten weitere Bereiche des Landkreises steigende Zahlen aufweisen, wenn gewisse Maßnahmen jetzt nicht im gesamten Kreisgebiet eingehalten würden. Gerade im Bereich von Schule und Sport gingen die sozialen Kontakte über die Gemeindegrenzen hinweg und verteilten sich teilweise auf das gesamte Kreisgebiet.

An der Realschule Löningen waren nach einem Positiv-Befund bei einer Lehrkraft am Dienstag die Lehrkräfte auf das Coronavirus getestet worden. Das Ergebnis ist bei allen negativ.

Die Gangart gegenüber Schülern, die die Maskenpflicht in Bussen nicht einhalten, wird ab sofort verschärft. Der Landkreis hat durch Kontrollen der Ordnungsbehörden Kenntnis darüber erhalten, dass die Maskenpflicht in Schulbussen und an Haltestellen von vielen, vor allem älteren, Schülern oft nicht eingehalten wird. Einige ältere Schüler ziehen die Maske im Bus unter die Nase oder setzen sie vollständig ab, obwohl sie es besser wissen müssten. Ein besonders dreister Fall: vor einer Kontrolle wurde Polizisten aus dem Bus heraus mit einer abgesetzten Maske von einem Schüler zugewunken. Es wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Dazu kommt leider, dass einige Eltern, die ihre Kinder zum Bus bringen, sich nicht der Maskenpflicht unterworfen fühlen und den wartenden Kindern kein gutes Beispiel bieten. Während Schüler meistens mit Verständnis reagierten und die Maske aufsetzten, sobald sie angesprochen wurden, reagierten manche Eltern mit Unverständnis. Zum Teil kam es zu Diskussionen vor Ort.

Aufgrund der aktuellen Situation und der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus im Landkreis ändert die Kreisverwaltung auf Grundlage der ihr vorliegenden Informationen ihre Handhabe. Kontrollen der Ordnungsbehörden im ÖPNV werden intensiviert und ab sofort drohen Schülern, die bewusst fahrlässig die Maskenpflicht verletzen, Bußgelder. Bislang war die Kreisverwaltung davon ausgegangen, dass Kontrollen und Ermahnungen ausreichen, um ein Bewusstsein zu schaffen und so nachhaltig dafür zu sorgen, dass sich das Coronavirus in Schulbussen nicht oder zumindest kaum ausbreiten kann. Bei Kontrollen ist außerdem aufgefallen, dass sämtliche Schüler eine Maske bei sich trugen, sie aber an den Bushaltestellen oft nicht aufsetzten. Bei den meisten Schülern fehlte noch das Bewusstsein für die Maskenpflicht an der Haltestelle, während die Pflicht zum Tragen im Bus allen bekannt war.

Die Kreisverwaltung bittet daher noch einmal darum, an Haltestellen und in Bussen der Maskenpflicht nachzukommen und so einen Teil zur Eindämmung der Pandemie beizutragen.


zum Bild:
Aktuell Infizierte im Landkreis Cloppenburg (Stand: 17.09.2020). Foto: Landkreis Cloppenburg.


Quelle:
Presseinfo Landkreis Cloppenburg vom 17.09.2020.

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