Presseberichte

Corona-Rekord: Kreis schränkt Kontakte ein

Neue Verfügung gilt für Löningen, Essen, Lastrup und Lindern / Nur Treffen mit höchstens sechs Personen erlaubt



30 neue Fälle an einem Tag: Die magische Grenze der Inzidenzzahl ist deutlich überschritten. Restaurants dürfen nur noch bis 22 Uhr öffnen. Der Landrat kündigt Kontrollen an.

von Julius Höffmann


Die Tendenz war bereits im Laufe der Woche absehbar, gestern wurde die Befürchtung zur Gewissheit: Die 7-Tagesinzidenzzahl im Landkreis Cloppenburg liegt offiziell bei 61,5 und überschreitet damit die festgelegten 50 pro 100000 Einwohner deutlich. Es liegen 30 neue positive Testergebnisse vor, somit gibt es 145 aktuelle Coronafälle im Landkreis. Das ist der bislang höchste Wert seit Beginn der Pandemie. „Die neuen Zahlen geben uns Anlass zur Sorge, die Lage ist ernst“, fasste Landrat Johann Wimberg die Situation zusammen.

Wie er erklärte, hat der Landkreis mit verschiedenen Sofortmaßnahmen auf die Entwicklung reagiert. Im Klartext: Zusammenkünfte in privaten Räumen, auf privaten Grundstücken sowie im öffentlichen Raum werden im Südkreis auf höchstens sechs Personen begrenzt. Hiervon ausgenommen seien Treffen von Angehörigen und von Personen aus zwei Hausständen.

Darüber hinaus sind Zusammenkünfte in Vereinseinrichtungen, -gaststätten und ähnlichen Einrichtungen untersagt. Die Kontakteinschränkungen gelten auch für Restaurationsbetriebe. Sie dürfen bis 22 Uhr geöffnet sein. Diese Allgemeinverfügung gilt ab sofort bis einschließlich 4. Oktober für die Stadt Löningen sowie für die Gemeinden Essen, Lastrup und Lindern. Es werde verstärkte Kontrollen geben, die die Einhaltung überprüfen.

„Uns ist sehr daran gelegen, nicht das Wirtschaftsleben im gesamten Landkreis lahmzulegen“, betonte der Landrat. Deshalb beschränke sich die neue Verordnung auf die vier Kommunen im Südkreis. Von einem „lokalen Shutdown“ könne aber keine Rede sein. Von den 30 Neuinfizierten kommen 13 aus Löningen, die übrigen aus Cloppenburg, Bösel, Cappeln, Emstek, Garrel, Lastrup und Lindern. Darunter Personen aus einem Schlacht- und Zerlegebetrieb, eine Erzieherin und ein Schüler der BBS. Das Infektionsgeschehen werde weiter genau beobachtet, um zu entscheiden, ob es weitere Maßnahmen geben müsse.


---------------------------

Klinik ohne Besucher
Bitter: Ausnahmen sind aber möglich


Für die St.-Anna-Klinik in Löningen besteht seit Freitag ein Besuchsverbot. Das teilt Geschäftseührer Matthias Bitter mit. Grund sind die gestiegenen Corona-Fallzahlen in der Stadtgemeinde. Ausgenommen von dem Besuchsverbot sind Angehörige von Schwerstkranken und Sterbenden, erklärt Bitter. Sie können sich an die zuständige Abteilung des Krankenhauses wenden. Bereits seit einigen Tagen dürfen die Bewohner des Altenheimes keinen Besuch mehr empfangen. „Wir mussten zu diesen Maßnahmen greifen, um Patienten und Senioren zu schützen“, erklärt Bitter.


zum Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 19.09.2020.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 19.09.2020.

Downloads