Presseberichte

Kreis verschärft Kontaktbeschränkung

Reaktion auf Infektionslage: Verwaltung meldet 56 neue positive Testergebnisse am Mittwoch

579 aktuelle Coronafälle: Ab Freitag wird die Obergrenze bei privaten Treffen von zehn auf sechs reduziert. Dies hat der Kreis beschlossen.

von Matthias Bänsch und Oliver Hermes


Details einer neuen Allgemeinverfügung hat die Kreisverwaltung gestern bekanntgegeben, die Bestimmungen gelten ab Freitag. Wichtigster Punkt: Die Obergrenze bei privaten Treffen wird reduziert – auf nunmehr sechs Personen bei unterschiedlichen Haushalten.

Das Gesundheitsamt hat derweil am Mittwoch 579 aktive und nachgewiesene Corona-Infektionen gemeldet – am Vortag waren es 558. Demnach liegen 56 neue positive Ergebnisse aus elf Städten und Gemeinden vor. Demgegenüber stehen 35 Menschen, die wieder als genesen gelten. Positiv: Die Zahl der zurzeit stationär behandelten Personen ist von 17 auf drei gesunken. „Nach wie vor sind die täglichen Fallzahlen zu hoch und wir alle müssen daran interessiert sein, diese Entwicklung in den Griff zu bekommen“, betont Landrat Johann Wimberg. Die neue Allgemeinverfügung sieht deshalb vor, dass Zusammenkünfte und Ansammlungen, ob privat oder öffentlich, auf sechs Personen aus sechs Hausständen begrenzt sind. Bei Treffen von zwei Hausständen liegt die Obergrenze bei zehn Personen. Ausnahme: Treffen von Familien in gerader Linie. „Also dürfen zum Beispiel Großeltern ihre Kinder und Enkel einladen“, erklärt Kreissprecher Sascha Rühl.

Auch an Tischen in der Gastronomie gelten diese neuen Regeln. Zwischen ihnen muss ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden, Decken müssen nach Gebrauch getauscht und Flächen desinfiziert werden. Die Sperrstunde wird um 30 Minuten verlängert. Gastronomische Betriebe müssen von 23 bis 6 Uhr geschlossen bleiben. Besondere Anlässe wie Hochzeits- und Trauerfeiern sowie Erstkommunion und Konfirmation dürfen außerhalb der eigenen Wohnung in zur Verfügung gestellten Räumen eine Personenzahl von 25 nicht übersteigen. An Veranstaltungen dürfen maximal 50 Besucher teilnehmen, Ausschank und Trinken von Alkohol ist dabei verboten. Maskenpflicht: Jede Person hat in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder für Besuchs- und Kundenverkehr zugänglich sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. An Schulen bleibt sie auch nach den Herbstferien bestehen und gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Haltestellen sowie auf dem Schulweg, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. „Ich weiß, dass das ein höchst umstrittenes Thema ist, es ist unangenehm, das wissen wir alle. Aber es geht dabei nicht nur um die Schüler, sondern auch um deren Großeltern und Eltern, die zu den Risikogruppen gehören“, sagt Wimberg dazu.

Eine zehntägige Quarantäne-Pflicht gilt zudem für Einwohner des Kreises Cloppenburg sowie für Personen, die sich gewöhnlich im Landkreis aufhalten, wenn sie aus einem offiziell geführten internationalen Risikogebiet zurückkehren. „Es ist jedoch möglich, am sechsten Tag nach Eintritt in den Landkreis, einen Coronatest durchführen zu lassen und mit einem negativen Testergebnis frühzeitiger die Quarantäne beenden zu können“, so Rühl.


zur Datei:
3. Allgemeinverfügung des Landkreises Cloppenburg - Einschränkung des Sozialen Lebens, vom 21.10.2020, als pdf-Dokument.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 22.10.2020.

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