Presseberichte

Polizei verstärkt Kontrollen in Nachtstunden

Löninger und Cloppenburger Verantwortliche reagieren auf Vandalismus-Serie und mutmaßliche Brandstiftung

Jüngste Straftat in der Vandalismus-Serie in Löningen ist die Messer-Attacke auf vier Reifen eines im Schwedenweg abgestellten Autos. Sie geschah vergangene Freitagnacht.

von Willi Siemer


Als Reaktion auf zunehmende Vandalismus-Delikte in der Löninger Innenstadt kündigt die Löninger Polizei einen deutlich verstärkten Streifendienst in den Abend- und Nachtstunden im Gebiet der Stadt an.

In Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen in Cloppenburg würden Beamte aus Löningen und auch von der Inspektion aus der Kreisstadt die Kontrollen verstärken, erläuterte der Leiter der Löninger Polizeistation, Hubert Kröger, im MT-Gespräch. Das geschehe nicht nur mit Streifenwagen, sondern auch mit Zivilfahrzeugen der Behörde, die natürlich nicht so ohne Weiteres als solche wahrgenommen würden und auch werden sollten.

In der Stadt hatte eine Häufung von Taten insbesondere am vorletzten Wochenende mit Farbschmierereien, kaputt getretenen und angezündeten Mülleimern, herausgerissenen Schildern, zerstörten Bänken, verteilten Unrat und Müll und zerstörten Gedenkkränzen im Bereich von Schule, Hasepromenade, Brockhöhe und Innenstadt für Schaden und Ärger gesorgt. Gipfel der Vorfälle war dann eine Brandstiftung, bei der die oder der Täter einen Renault Kangoo in der Straße Am Mühlenbach in der Nacht zum 14. November (MT berichtete) in Brand gesetzt hatte.

Eine weitere Straftat, die in diese Kategorie fällt, hat der Besitzer eines im Schwedenweg abgestellten Autos bei der Polizei gemeldet. In der Nacht zum vergangenen Freitag haben Unbekannte alle vier Reifen des Wagens mit einem Messer zerstochen.

Bei den verstärkten Kontrollfahrten würden auch immer wieder die bekannten neuralgischen Punkte angefahren werden. Klar müsse aber allen sein, dass der Präsenz Grenzen gesetzt seien. Es könne nicht nahtlos alles abgedeckt werden.

Ergänzt werden müsse die Strategie gegen Vandalismus und Sachbeschädigung durch aufmerksame Bürger. Es sei wichtig, dass Personen an ungewöhnlichen Orten, die sich augällig verhielten, der Polizei gemeldet würden, damit mögliche Straftaten schon im Keim erstickt würden. „Wir sind auf Hinweise angewiesen“, betonte der Polizeihauptkommissar.

In der Bewertung der mutmaßlichen Brandstiftung hielt sich der Polizeihauptkommissar zurück und über die Motive wollte er auch nicht öffentlich spekulieren. Es werde aber intensiv ermittelt. Klar sei aber, dass dies die erste Tat dieser Art seit Jahren in Löningen sei. In dieser Angelegenheit werde intensiv ermittelt. Grundsätzlich bewege sich die Zahl der einfachen Sachbeschädigungen durch Vandalismus in Löningen in einem „normalen Rahmen“, das heißt die Zahl der Taten sei nicht außerordentlich hoch oder sehr niedrig im Vergleich mit Orten ähnlicher Größenordnung und Struktur.


zum Bild:
Sorgt immer noch für Gesprächsstoff: In der Nacht vom 13. auf den 14. November haben bisher Unbekannte gegen 4 Uhr in der Straße „Am Mühlenbach“ einen Renault Kangoo angezündet. Die Feuerwehr löschte das total zerstörte Auto. Foto: Privat.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 24.11.2020.