Presseberichte

14 Corona-Tote innerhalb von einer Woche

Bis Mittwochmittag sterben vier weitere Menschen mit Covid-19

von Mareike Wübben und Steffen Szepanski


Vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 meldet der Landkreis Cloppenburg am Mittwoch. 30 infizierte Personen sind im Kreis seit Beginn der Pandemie verstorben, 14 innerhalb einer Woche.

Todesfälle

Bei den Todesopfern handelt es sich um einen 80-jährigen Mann aus Lastrup, einen 88-jährigen Mann aus Cloppenburg sowie eine 88-jährige Frau und einen 84-jährigen Mann aus Cappeln.

Landrat Johann Wimberg sprach seine Anteilnahme und sein Mitgefühl aus. „Die zahlreichen Todesfälle in den vergangenen Tagen sind für den Landkreis Cloppenburg sehr bedrückend“, so der Landrat. „Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen der Verstorbenen und tun, was wir können, um die Bewohner der Altenheime zu schützen.“

Leider sei die Wahrscheinlichkeit groß, dass gerade ältere Menschen und Personen, die zu den Risikogruppen zählen, schwer erkrankten, je weiter sich das Virus in der Bevölkerung verbreite. „Bitte schützen Sie Ihre Mitmenschen und reduzieren Sie Ihre Kontakte drastisch“, mahnte Wimberg eindringlich angesichts der aktuellen Entwicklung.

Die Entwicklung

Die Gesamtzahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Kreis ist bis Mittwoch, 13.30 Uhr, auf 3745 gestiegen. Es liegen insgesamt 80 neue positive Testergebnisse vor. Die meisten Fälle stammen aus allen Bereichen der Gesellschaft ohne besondere Häufung. Sieben der neuen Ergebnisse stammen aus dem Wohnpark Lokschuppen, eines davon aus dem Bereich der Angestellten. Da zeitgleich 29 Personen genesen sind, steigt die Zahl der aktuellen Coronafälle auf 1033.

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt hat um 9 Uhr eine 7-Tagesinzidenz pro 100 000 Einwohner von 277,1 für den Landkreis Cloppenburg errechnet. Die drei Krankenhäuser im Kreisgebiet behandeln 35 Corona-Infizierte stationär, sieben von ihnen auf der Intensivstation.

Verstärkte Kontrolle

Derweil kündigte die Cloppenburger Stadtverwaltung an, das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen rund um die Fußgängerzone und den Marktplatz inklusive Roter Schule intensiver zu kontrollieren. Grund dafür seien zum einen die wieder steigenden Corona-Fallzahlen, zum anderen aber auch die Verstöße gegen diese Masken-Pflicht, die die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta und die Stadtverwaltung immer wieder feststellen mussten. Zunächst weist die Stadt Cloppenburg aber noch einmal eindringlich auf die Maskenpflicht hin.

Ausgenommen seien hiervon nur Personen, die „ein ausreichendes und hinreichend bestimmtes ärztliches Attest oder eine vergleichbare andere amtliche Bescheinigung mit sich führen und nachweisen können“.

Zudem macht die Stadtverwaltung klar, dass der Verzehr von Speisen und Getränken oder das Rauchen nicht von der Maskenpflicht befreie. Mit der Pommes oder der Zigarette in der Hand geht es für die Passanten aus der Fußgängerzone, erst dort darf der Mundschutz abgenommen werden. „Sollten Verstöße gegen diese Vorschriften festgestellt werden, wird die Polizei sowie die Stadtverwaltung entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren einleiten.“

Corona-Verstöße

Durch auffälliges Fahrverhalten auf einem Parkplatz an der Straße Pingel-Anton in Cloppenburg hat am Dienstag gegen 23.15 Uhr ein 19-jähriger Pkw-Fahrer die Polizei auf sich aufmerksam gemacht. Die Polizei fand in dem Fahrzeug laut Polizeimitteilung vom Mittwoch drei Personen im Alter von 18 bis 19 Jahren aus drei unterschiedlichen Haushalten vor. Da sie keine Mund-Nasen-Bedeckungen trugen, wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Derweil traf die Polizei in Löningen am Dienstag gegen 16 Uhr zwei Personen im Alter von 27 und 40 Jahren im Außenbereich eines Restaurants in der Tabbenstraße an. Sie saßen dort und konsumierten Alkohol aus Gläsern, also keine Getränke zum Mitnehmen.

Nach Feststellung der Personalien, Gefährderansprache und ausgesprochenem Platzverweis wurde gegen einen 39-jährigen Verantwortlichen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des „Verdachts der Durchführung einer Freiluftgastronomie“ eingeleitet.


zum Bild:
Die Ausbreitung des Corona-Virus, Stand 25. November. Grafik: Ricarda Pinzke.


Quelle:
Nordwest-Zeitung vom 26.11.2020.