Presseberichte

Kreis investiert fast 20 Millionen ins CGL

Gymnasium wird auf den neuesten Stand gebracht / Abschluss der Sanierung des „Pilzes“ mit Rundgang „gefeiert“

„In Richtung 20 Millionen Euro“, so Landrat Wimberg, gehen die Gesamtkosten der Erneuerung des Copernicus-Gymnasiums bis zum Herbst 2022.

von Willi Siemer


Mit einer wegen der Corona-Vorschriften kleinen Truppe von drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern informierte sich Landrat Johann Wimberg am Montagnachmittag über den Abschluss des ersten Abschnitts zur Runderneuerung des Löninger Copernicus-Gymnasiums. Der Besuch mit dem zuständigen Dezernenten Neidhard Varnhorn, der verantwortlichen Architektin und Amtsleiterin Dorothee Münchow sowie Petra Nienaber als Leiterin des Schul- und Kulturamtes war gleichzeitig eine kleine Einweihungsfeier für das frühere „Pilz-Gebäude“.

Gerne hätten alle Beteiligten diesen ersten Schritt mit einem Festakt gewürdigt, das sei aber nicht möglich, wandte er sich an Schulleiter Ralf Göken und seinen Vertreter Torsten Ellmann, die die Verantwortlichen des mehrjährigen Erneuerungsprojektes willkommen hießen und das Erreichte auf einem Rundgang vorstellten.

„Es ist eine Freude zu sehen, dass wir die erste Perle als gelungenes Projekt auf die Kette gefädelt haben“, freute sich Wimberg. Er betonte aber gleichzeitig, dass der größte Teil des Weges, das Gymnasium des Alten Amtes Löningen auf den baulich und technisch neuesten Stand zu bringen, noch vor allen Beteiligten liege.

Wenn nach den weiteren umfassenden Sanierungen der Turnhalle, des Klassentraktes, des Musiktraktes, der Naturwissenschaften und der Schulhöfe alles voraussichtlich Ende 2022 fertig sei, dann handele es sich, auch was die Ausstattung und die Qualität betreffe, um eine nahezu neue Schule, so der Landrat.

Die voraussichtlichen Gesamtbaukosten einschließlich der zum Abschluss geplanten Umgestaltung des Vorplatzes von Schule, CGL-Turnhalle und Forum Hasetal „gehen in Richtung 20 Millionen Euro. Bisher landen wir bei rund 17 Millionen“, so Wimberg.

Im ehemaligen „Pilz“, der durch das Unterbauen des großen Überstandes jetzt eine andere Gebäudeform erhalten hat, sind nach dem Rückbau zum Rohbau 16 allgemeine Unterrichtsräume, ein Selbstlernzentrum, eine Lerninsel und Räume für darstellendes Spiel, zwei Kunsträume, ein Informatik-Bereich und eine Cafeteria mit Küchenbereich geschaffen worden. Die Außenhaut wurde saniert und der neue rote Klinker mit Blautönen, mit dem alle Fassaden gestaltet werden, prägt das Bild. Große Lichtkuppeln geben den Räumen zusammen mit großen Fensterfronten und der Farbgestaltung sowie neuen Möbeln und neuen Außenanlagen einen hellen, freundlichen Charakter. Wenn man die Kosten der Einrichtung hinzurechnet, dann hat der erste Abschnitt fast sechs Millionen Euro gekostet. Die Sanierung der Heizungsanlage des Klassentraktes erforderte 320000 Euro brutto. Veranschlagt sind weiter: 1,2 Millionen für die im März 2021 beendete energetische Fassadensanierung und den neuen Eingangsbereich der Sporthalle.

Mehr als 6,6 Millionen Euro werden voraussichtlich die energetischen Fassadensanierungen von Klassentrakt, den Naturwissenschaften und dem musischen Trakt, der um acht Meter verlängert wird, und der Erneuerung der Innenräume erfordern. Die Brandschutzmaßnahmen erfordern nach den Unterlagen der Kreisverwaltung für die genannten Gebäude, die Pausenhalle und die Verwaltung 925000 Euro. 1,5 Millionen Euro kosten unter anderem das Erneuern der Außenanlage, der Abbruch des Hachmöller-Hauses und Entwässerungsarbeiten.

Die Fassadensanierung der Verwaltung und des Pausenhofes einschließlich vieler Nebenarbeiten schlagen mit einer weiteren Million zu Buche. Den Abschluss bilden die Umgestaltung des CGL-Vorplatzes und die Verlegung des Busbahnhofs. Hier befinde man sich in konstruktiven Gesprächen mit der Stadt. Dies werde auch eine Bereicherung für Löningen sein, erklärte Landrat Johann Wimberg.


zum oberen Bild:
Auf den neuesten Stand gebracht: Landrat Johann Wimberg (2.v.li.) , erster Kreisrat Neihard Varnhorn, Schulleiter Ralf Göken (li.) und sein Stellvertreter Torsten Ellmann im neuen Informatikraum des früheren „Pilz“-Gebäudes. Foto: Willi Siemer.

zum zweiten Bild:
Viel gelobte Architektin: Die für das Projekt verantwortliche Amtsleiterin Dorothee Münchow mit dem Landrat in der neuen Cafeteria. Foto: Willi Siemer.

zum dritten Bild:
Neues Angebot: Ein Bestandteil im ehemaligen „Pilz-Gebäude“ ist das „Selbstlernzentrum“ für die Oberstufe. Foto: Willi Siemer.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 02.12.2020.