Presseberichte

Kooperation bei Funkwellentechnik geplant

Bürgermeister des Alten Amtes diskutieren Zusammenarbeit / Löninger Rat und Linderns Ausschuss wollen Ausbau

Überzeugend hat für Bürgermeister Hage das Unternehmen Sorgen bezüglich einer Strahlenbelastung durch ihre Funkmasten ausgeräumt.

von Willi Siemer


Nach Löningen treibt jetzt auch Lindern den Breitbandausbau für flächendeckendes schnelles Internet, Fernsehen und Mobilfunkempfang mithilfe von Funkwellentechnik und fünf Sendemasten voran.

Einstimmig empfahlen die Mitglieder des Bauausschusses des Rates auf einer auch von etlichen weiteren Ratsmitgliedern besuchten Sitzung, das von dem Breitband-Infrastruktur-Anbieter ETN Group aus Meppen vorgestellte Konzept umzusetzen.

Die von Geschäftsführer Andreas Schröder gemachten Vorschläge seien sehr überzeugend, erklärte Bürgermeister Karsten Hage. Sie kosteten die Gemeinde kein Geld, sie müsse lediglich auf gemeindeeigenen Flächen in Auen, Großenging, Garen, Neuenkämpen und Stühlenfeld Platz für das Errichten von 66 Meter hohen Gitterfunkmasten zur Verfügung stellen. Finanziert werden die Investitionen durch die Verträge, die Kunden mit dem Unternehmen abschließen. Die Angebote  bewegen sich im Rahmen des Katalogs auch anderer Anbieter. Ein 1-Gbit/s-Internet-Anschluss und weitere Leistungen kosten demnach rund 30 Euro. Zum Zweiten biete diese Art des Ausbaus endlich eine schnelle Perspektive für die Ortsteile, die bisher keine Möglichkeiten hätten, schnelles Internet, geschweige denn problemlosen Mobilfunk genießen zu können.

Wenn die Kommune die Flächen für die Türme zur Verfügung stelle, dann seien die notwendigen Baugenehmigungen der größte Zeitfaktor, reagierte Schröder auf die Frage von Georg Haupt. Möglicherweise kann das Angebot bis Ende 2021 zur Verfügung stehen. Der Richtfunk mit kleinen Antennen an den Häusern und dem entsprechenden Winkel lebe von der Höhe, umstörende Hindernisse wie Bäume zu überwinden, erläuterte Schröder.

Vor einem Jahr hatte die Gemeinde noch große Probleme, weil sich die Telekom zunächst mit Hinweis auf den nicht wirtschaftlichen Ausbau geweigert hatte, das neue Baugebiet Sandflag zu versorgen.

Das Unternehmen, das bereits im Emsland nach eigenen Angaben rund 40000 Privatkunden versorgt, verspricht mit einem Technikmix aus Richtfunk, Glasfaser und 5G-Technik eine komplette Abdeckung in der Fläche, eine hohe Redundanz und Verfügbarkeit. Leider könne ETN den großen Sendeturm in Auen nicht nutzen, da man beim Zugang auf den Betreiber angewiesen sei. Eine Woche bis denn Zeit gefunden werde, könne man sich aber nicht leisten, so Schröder.

Nach den bisher geführten Gesprächen streben die Bürgermeister des Alten Amtes Löningen vorbehaltlich der Zustimmung ihrer Räte eine Kooperation in diesem Bereich an, so Hage. Das ergebe Sinn, denn als Nachbarn profitierten alle von den Synergien und Überlappungen bis weit in die Nachbarkommune hinein. Alle vier wie auch weitere sechs Kommunen aus dem Kreis befänden sich in Gesprächen mit der ETN. Löningen ist dabei bereits am weitesten. Denn der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, das Konzept mit seinen sieben Standorten umzusetzen. Damit werde über die Zukunft des Programms des kabelgebundenen Breitbandausbaus gesprochen werden müssen, denn allein die vier Kommunen des Alten Amtes planten dafür sieben MillionenEuro in vier Jahren ein.


zum Bild:
Fünf Standort-Vorschläge werden beraten: Auf gemeindeeigenen Flächen in Auen, Großenging, Neuenkämpen, in Garen und in Stühlenfeld kann mit HIlfe der 66 Meter hohen Funkmasten das gesamte Gemeindegebiet über Richtfunk mít schnellem Internet und mit Handyempfang der eigenen Sendeanlagen und dem Angebot an Telekom und Co. zur Installation ihrer Anlagen versorgt werden. Foto: ETN-Group.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 07.12.2020.

pdf-Datei: Präsentation Löningen ETN-Group/EmslandTel

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