Presseberichte

Spielzeug für Flüchtlingskinder gesammelt

Erfolgreiche Aktion des Copernicus Erdkunde-Leistungskurses und des Streitschlichter-Teams des Gymnasiums

Spielzeug für die Kinder im Löninger und auch anderen Flüchtlingswohnheimen haben 25 Schüler des Copernicus-Gymnasiums gesammelt und verteilt.

von Willi Siemer


Zu einer vorweihnachtlichen Bescherung besuchten in dieser Woche stellvertretend für den Leistungskurs Erdkunde des zwölften Jahrgangs und des Streitschlichter-Teams des Copernicus-Gymnasiums die beiden Brüder Vincent und Julian Menke das Flüchtlingswohnheim des Caritas-Sozialwerks an der Bunner Straße.

Gemeinsam mit Oberstudienrätin Annette Clostermann, die sowohl den Leistungskurs zum Abitur führt und auch das Team der Streitschlichter betreut, überbrachten sie mehr als 50 liebevoll weihnachtlich verpackte Pakete. Das sehr gut erhaltene oder so gut wie neuwertige Spielzeug hatten die 25 jungen Frauen und Männer in ihren Familien oder noch aus eigenen früheren Zeiten aufbewahrt oder aus sonstigen Familienbeständen genommen, sorgfältig desinfiziert und in Schutzfolie und Geschenkpapier verpackt.

Zudem haben sie alle Geschenke mit Altersangaben versehen, sodass auch sofort die richtigen, das heißt passenden Geschenke die kleineren und größeren Kinder unter den aktuell 26 Bewohnern der Einrichtung erreichen.

Die Idee zu der Aktion sei spontan im Unterricht entwickelt worden, als darüber diskutiert worden sei, dass viele Millionen Menschen in ungleich schlechteren Umständen leben müssten, als junge Leute in Deutschland unter den Corona-Einschränkungen. Zusammen mit den dann ins Boot geholten Streitschlichtern sei eine sehenswerte Anzahl von Geschenken zusammengekommen, so Clostermann.

Leiterin Anette Ricke dankte allen Beteiligten für ihr Engagement. Sie freue sich sehr auf die leuchtenden Augen der Mädchen und Jungen, wenn sie die Überraschungen auspackten. Die Spenden kämen dabei nicht nur den im Flüchtlingsheim und den dezentral in Wohnungen in der Stadtgemeinde untergebrachten Familien zugute, sondern auch Kindern in anderen Wohnheimen in den umgebenden Kommunen, so Ricke.

An der Bunner Straße sind nach Rickes Angaben überwiegend Familien untergebracht. Sie stammen aus sieben Ländern, überwiegend handelt es sich dabei neben afrikanischen Flüchtlingen aus Ruanda und Gambia um syrische, irakische und afghanische Familien, die vor dem Bürgerkrieg beziehungsweise den kriegerischen Auseinandersetzungen in ihren Ländern geflohen sind. Erwartet werde eine weitere Familie aus dem Irak, es liege eine Anfrage der für die Verteilung zuständigen Kreisbehörde vor, so die Leiterin. Die Covid-19 Pandemie habe natürlich auch gravierende Auswirkungen auf die Flüchtlingsarbeit, die Problematik gebe es weiter, auch wenn sie aus den Schlagzeilen verschwunden sei. Sie lobte die in Löningen geleistete ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuung. Die leide natürlich unter der Pandemie, denn die Betreuer hätten sich etwas zurückgezogen, zudem seien feste Einrichtungen wie das Integrations-Café oder die internationale Frauengruppe leider nicht möglich.


zum Bild:
Spendenübergabe: Für die rund 25 beteiligten jungen Frauen und Männer überreichten Julian Menke (links) und sein Bruder Vincent 50 Pakete mit Kinderspielzeug des Leistungskurses Erdkunde des zwölften CGL-Jahrgangs und des Streitschlichter-Teams mit Koordinatorin Annette Clostermann an Leiterin Anette Ricke und stellvertretend für die übrigen Familien an Adeline und Fatoumatta. Foto: Willi Siemer.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 11.12.2020.