Presseberichte

Weiter Marktführer bei Kabeltrommeln

Spedition Willen bildet eigenen Nachwuchs aus

Von Willi Siemer 

Löningen. Dem generellen Problem ihrer Branche, Fahrer für ihre 50 Fahrzeuge im Fernverkehr zu finden, begegnet die Löninger Spedition Willen bereits seit einigen Jahren erfolgreich mit der Ausbildung des eigenen Nachwuchses. 

„Der Fachkräftemangel in diesem Bereich ist ein wachsendes Problem, weil das Familienleben und die soziale Teilhabe einen deutlich gewachsenen Stellenwert haben“, erläutert Geschäftsführer Niels Willen. Möglichst täglich zu Hause oder zwei Übernachtungen die Woche sei, der Wunsch. Inzwischen hat dasUnternehmen, das seit zehn Jahren am Europaring direkt an der Bundesstraße 213 seinen Standort hat, acht Fahrer selbstausgebildet .Unter den aktuellen Lehrlingen befinde sich auch eine junge Frau, freut sich Willen.

Auch an den Löninger Transporteuren geht die Coronakrise nicht spurlos vorbei, denn das gesunkene Volumen durch schrumpfenden Umsatz von Unternehmen mache sich auch in der eigenen Auftragslage bemerkbar. Bisher sei es aber gelungen, mit vereinten Kräften die Krise zu meistern, so der Geschäftsführer. 

Das sei auch möglich, weil es zum einen feste Kunden gebe, mit denen man seit Jahren zusammenarbeite, so Willen.

Zum anderen habe der Betrieb mit seinen insgesamt 85 Mitarbeitern drei Standbeine. Hauptgeschäft bleibe der nationale und internationale Transport von Gütern, der neben Deutschland, Benelux, Schweiz, Tschechien, Polen, Schweden und Litauern umfasse. Gerade für die Rückfrachten sei der feste Kundenstamm wegen der besseren Planbarkeit wichtig. „80 Prozent wickeln wir mit der eigenen Kundschaft ab, für den übrigen Bereich nutzen wir die Frachtenbörse“, erläutert der Geschäftsführer. 

Wichtiger Bereich als ideale Kombination mit dem Transport ist weiter das Vermieten von Metall-Kabeltrommeln. Auf diesem Sektor bleibeWillen Marktführer in Deutschland, erläutert der Geschäftsführer. Dies sei eine Erfolgsgeschichte, die mit der Idee seines Großvaters Alwin Willen vor etlichen Jahrzehnten begonnen habe. Aus Schrottresten habe er die ersten Trommeln geschweißt, die sich mit wenigen Handgriffen in die drei Bestandteile zerlegen und damit Platz sparend nach dem Abwickeln und Verlegen der Leitungen transportieren lassen. 

Inzwischen verfügt das Unternehmen über insgesamt 25000 Trommeln in jeder Größe und Breite. Die Höhe schwankt zwischen 1,80 Metern und 3,70 Metern, die nur mit eigens dafür gebauten Aufliegern transportiert werden können. In der Breite reichten die Größenordnungen von 1,10 Metern bis zu 6,35Metern. Dritter Geschäftsbereich ist die Ein- und Zwischenlagerung.

Foto: Eigene Reifenprüfanlage: Damit kann rechtzeitig möglichen Schwächen vorgebeugt werden, erläutern Seniorchefin Rosi Willen und die beiden Geschäftsführer Niels Willen und Marcus Meyer (rechts). Foto: ws

Quelle: Münsterländische Tageszeitung v. 12.12.2020