Presseberichte

Ersatz für Pannenfahrzeug beschlossen

Einstimmiges Votum im Löninger Rat für neues HLF 20 für 500000 Euro / Neue Drehleiter eingetroffen

500000 Euro kostet der neue Multifunktionslaster zur Brandbekämpfung und zum Einsatz bei Unfällen und technischen Hilfeleistungen, dessen Kauf der Rat beschlossen hat.

Lieferzeit für den neues Multifunktionsfahrzeug beträgt zwei Jahre.

von Willi Siemer


Einstimmig hat der Rat der Stadt Löningen auf seiner Jahresabschluss-Sitzung am Mittwochabend im Forum Hasetal den Kauf eines neuen Hilfeleistungs-Löschgruppen-Fahrzeugs „HLF 20“ beschlossen, das nach den bisherigen Erkenntnissen mit seiner umfangreichen Zusatzausrüstung rund 500000 Euro kosten wird. Teil des Beschlusses sind auch die haushaltsrechtlich notwendigen außerordentlichen Verpflichtungsermächtigungen und die Aufgabe für den Bürgermeister, die vergaberechtlichen Schritte einzuleiten. Damit soll keine Zeit verloren werden, denn wegen der Lieferfristen dauert es zwei Jahre, bis das neue Fahrzeug zur Verfügung steht.

Die Verantwortlichen hatten sich trotz des Lockdowns entschlossen, die Sitzung stattfinden zu lassen, da vor allem im nichtöffentlichen Teil Beschlüsse gefasst werden mussten, die für den weiteren Entscheidungsweg notwendig sind. Das Forum bietet ausreichend Platz für den vorgeschriebenen Abstand zwischen den 30 Beteiligten und den Zuschauern.

Gleich in mehrfacher Hinsicht spielten die Feuerwehr und die notwendigen Voraussetzungen zum Schutz von Leib, Leben und Besitz der Menschen in dem Treffen eine wichtige Rolle.

Willen begründete ausführlich, weshalb der neue Multifunktionslaster dringend und so schnell wie möglich notwendig sei. Es sei sehr bedauerlich, dass ausgerechnet das wichtigste Fahrzeug der Löninger Wehr, das stets als Erstes ausrücke und mit seiner zusätzlichen Ausrüstung wie Rettungsstempel, oder Pedalschneider bei Unfällen und technischen Hilfeleistungen unverzichtbar sei, am meisten Probleme bereite.

Das Fahrverhalten des 18 Jahre alten Fahrzeugs mit nur gut 20000 Kilometern auf dem Tacho sei aufgrund ständiger, immer wieder vergeblich reparierter Bremsprobleme und trotz zweier eingebauter neuer Getriebe und etlicher Reklamationen derart unzuverlässig, dass es nur noch von erfahrenen, Aktiven gefahren werden dürfe. Bei einem Komplettausfall wäre das LF 16/12 kurzfristig nicht ersetzbar. Die aktuelle Zusatzausstattung kann nach Willens Angaben nicht vom bisherigen in das neue Fahrzeug eingebaut werden.

Wie bei allen anderen Investitionen der Stadt auch würden alle Zuschuss-Möglichkeiten geprüft, reagierte Marcus Willen auf eine Anfrage von UfL-Sprecher Jörg Bremersmann.

Der Bürgermeister informierte den Rat darüber, dass die neue Feuerwehrdrehleiter von einem vierköpfigen Team in Ulm abgeholt worden sei und nach umfangreicher Einweisung und mit Übergabeprotokoll jetzt die Stelle des nach 28 Jahren ausgemusterter alten Spezialfahrzeugs im Feuerwehrhaus eingenommen hat. Die Kosten von 728000 Euro teilen sich die Stadt und der Kreis, der mehr als die Hälfte seines Anteils aus der Feuerschutzsteuer nutzen kann.


zum oberen Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 18.12.2020.


zum zweiten Bild:
Freude über das neue Fahrzeug: Ein vierköpfiges Team hat unter Leitung von Stadtbrandmeister Mario Radtke (li.) die neue, bis auf 32 Meter ausfahrbare Drehleiter in Ulm abgeholt. Bürgermeister Marcus Willen begrüßte Team und Fahrzeug am Feuerwehrhaus. Foto: Stadt Löningen.


Quelle:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 18.12.2020.