Presseberichte

Gleich zwei Wohnmobil-Stellplätze geplant

Projekte „Merschheide“ am Röpker Weg und amAltarm „KarlLange“ vorgestellt / Stadtmarketing begrüßt die Vorhaben

Verwaltung und Stadtmarketing sehen im Reisesegment Wohnmobile für Löningen so viel Potenzial, dass sie beide geplanten Stellplatz-Anlagen unterstützen.

Von Willi Siemer

Löningen. Etliche Jahre gab es inzwischen längst beerdigte Planungen und Überlegungen für einen großen Wohnmobilstellplatz in Rosemeyers Apfelgarten im Dreieck von Hase und Angelbecker Straße.

Jetzt liegen gleich Planungen für zwei derartige Projekte vor und beide haben nach dem derzeitigen Stand große Chancen, verwirklicht zu werden. Die Initiatoren laufen mit ihren Ideen und Vorstellungen offene Türen in der Stadtverwaltung und auch beim Löninger Stadtmarketing und den Kaufleuten des Gewerbevereins ein.

Den Natur-Campingplatz „Merschheide“ mit 30 Plätzen fürWohnmobile im Endausbau, einerZeltwiese,Grillplatz, Treffpunkt und Streuobstwiese wollen die beiden Löninger Markus Beintken und Stefan Feldhaus gemeinsam mit ihren Familien zwischen Röpker Weg und dem Hasedeich direkt hinter der Siedlung „Am Nepomuk“ auf einem rund 5000 Quadratmeter großen, von der Hasewasseracht erworbenen Gelände verwirklichen.

Im Dreieck des Hase-Altarms „Karl Lange“ und der Angelbecker Straße will der Löninger Unternehmer Reinhard Wehry im hinteren Bereich des derzeit als Baseball-Platz genutzten Geländes seine Wohnmobil-Anlage bauen. Zunächst 60 und dann im Endausbau 120 Stellplätze für Wohnmobile und die entsprechende Infrastruktur, vor allem mit den Sanitäranlagen, sind hier nach seinen Angaben auf dem von der Stadt von einem gebürtigen Löninger gepachteten Gelände vorgesehen.

Als „schöne Sache“ hatte BürgermeisterMarcusWillen in der letzten Ratssitzung des Jahres die Initiativen gelobt. BeideProjekte seien für die Verwaltung „sehr unterstützenswert“, so Willen. Für beide Planungen ist ein Bebauungsplan-Verfahren notwendig, damit die Anlagen auch gebaut werden können.

Sowohl „Merschheide“ als auch die Anlage am „Langen Karl“ liegen fast im Schatten des Löninger Kirchturms, wobei Wehrys Projekt die unmittelbare Nähe zum Freibad und den nur dreiminütigen Fußweg in die Innenstadt genießt. Auch von der Anlage am Röpker Weg wären die Nutzer bei mehr umgebenderNatur in fünfMinuten in der Innenstadt.

Diese Nähe sei ein zentraler Faktor, freut sich Stadtmarketing-Geschäftsführer Jörn Willen, selbst Wohnmobilist. Denn so profitierten die Kaufleute und die Gastronomen der Innenstadt in optimaler Weise von der so nach Löningen strömenden Kaufkraft.

Nach vielen Gesprächen, insbesondere mit den Nutzern des reinenStellplatzesohne sanitäre Anlagen sowie Ver- und Entsorgung, den die Stadt auf dem Hasetalparkplatzunterhält, ist Jörn Willen überzeugt: „Wir brauchen beide Plätze“. Immer wieder würden trotz gleichzeitiger Kritik an der lieb- und schmucklosen Abstellfläche die Möglichkeiten als Ausgangspunkt für Radtouren und die Gastronomie gelobt. Im vergangenen Jahr sei die Branche förmlich explodiert, alle Prognosen gingen davon aus, dass es in diesem Reisesegment auch auf Dauer große Zuwachsraten gebe.

Große Grafik: Konzeptskizze: So könnte nach den Vorstellungen von Markus Beintken und Stefan Feldhaus der Natur-Campingplatz „Merschheide“ aussehen, der zwischen dem Röpker Weg und dem Hasedeich und direkt hinter der Siedlung „Am Nepomuk“ geplant ist. Geplant sind auf Dauer rund 30 Stellplätze, die notwendigen sanitären Anlagen und ein Zeltplatz. Begonnen werden soll mit rund der Hälfte. Foto: Feldhaus/Beintken

Linkes Foto: Ideal gelegen: Fast im Schatten des Löninger Kirchturms, fünf Gehminuten von der Innenstadt entfernt und umgeben von einem Biotop, liegt das Gelände der geplanten Anlage „Merschheide“:

Rechtes Foto: Zeitgleiche Planungen: Im Dreieck zwischen dem Hasealtarm „Karl Lange“und der Angelbecker Straße plant Reinhard Wehry im hinteren Bereich des Baseballplatzes seine Anlage. Fotos: Willi Siemer

Quelle: Münsterländische Tageszeitung v. 06.01.2021