Presseberichte

Gesundheitsamt meldet acht weitere Corona-Tote

PANDEMIE - Bewohner aus Altenheimen verstorben – Todesfälle stammen aus den letzten Dezember-Tagen

Die Todesfälle stammen auch aus den letzten Dezember-Tagen. Es sind vor allem Bewohner aus Altenheimen verstorben.

Mareike Wübben

KREIS CLOPPENBURG. Acht Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus hat der Landkreis Cloppenburg am Freitag gemeldet. Darunter sind nach Angaben der Kreisverwaltung auch Fälle aus dem späten Dezember 2020, die dem Gesundheitsamt erst jetzt gemeldet wurden.

Bewohner in Heimen

Die Verstorbenen waren Bewohner von Altenheimen. Eine 67- und eine 91-Jährige Cloppenburgerin, ein 80- und ein 91-jähriger Cloppenburger, eine 91- und eine 85-jährige aus der Gemeinde Molbergen sowie eine 91-Jährige und ein 77-Jähriger aus Bösel sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Erster Kreisrat Ludger Frische sprach den Angehörigen sein Beileid aus. „Wir bedauern Ihren schmerzlichen Verlust. Wir arbeiten so schnell wie möglich daran, so vielen Menschen wie möglich zeitnah einen Impfschutz bieten zu können, um weitere Tragödien im Zusammenhang mit dieser Pandemie zu verhindern.“ Mittlerweile gibt es 77 Todesopfer mit Corona.

Es sei ein Anstieg der Neuinfizierten-Zahlen nach dem Jahreswechsel zu beobachten, heißt es vom Landkreis. So wurden bis Freitag, 13.30 Uhr, 76 neue positive Testergebnisse gemeldet. Gleichzeitig wurden 36 Genesungen registriert. Damit steigt die Zahl der aktuellen Coronafälle auf 530. Die Gesamtzahl der positiv Getesteten liegt derzeit bei 5571. Die neuen Fälle stammen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Betroffen sind unter anderem die Lebensmittelbranche, die Industrie, das Gesundheitswesen, das Bildungswesen, Rentner, Dienstleister und Handwerker. Die neuen Fälle verteilen sich auf Personen, die zwischen vier und 89 Jahre alt sind, teilt der Landkreis mit.

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt hat um 9 Uhr eine 7-Tagesinzidenz pro 100 000 Einwohner von 148 für den Landkreis Cloppenburg errechnet. Ein Automatismus für die Einschränkung des Bewegungsradius von 15 Kilometern ab einer Inzidenz von 200 wird es im Landkreis Cloppenburg nicht geben, so die Kreisverwaltung. Die drei Krankenhäuser im Kreisgebiet behandeln 25 Corona-Infizierte, zwei von ihnen auf der Intensivstation. Die Zahl der Corona-Patienten auf der Normalstation ist seit der jüngsten Meldung um zehn Personen gestiegen.

Kein Präsenzunterricht

Laut der neuen Verordnung des Landes Niedersachsen ist auch Trägern der außerschulischen Bildung ab kommender Woche der Präsenzunterricht nicht mehr gestattet. Das betrifft unter anderem Volkshochschulen, Bildungswerke, Musikschulen oder Hundeschulen. Ausgenommen sind Prüfungen und die Bildungsberatung.

Gleichzeitig verschärft das Land Niedersachsen die aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen. Der Landkreis bittet um Beachtung dieser neuen Regeln und wird sie umsetzen. Unter anderem wurde die Jagdausübung an die neuen Kontaktbeschränkungen angeglichen. Die Maskenpflicht in der Fußgängerzone in Cloppenburg gilt in Hinblick auf den Lockdown nur noch von 9 bis 18.30 Uhr. Die besondere Desinfektionspflicht im Einzelhandel wurde gestrichen, allerdings gilt stattdessen eine allgemeine Desinfektionspflicht laut Niedersächsischer Landesverordnung. Die Allgemeinverfügung des Landkreises gilt wie die Landesverordnung bis zum 31. Januar 2021 (siehe Seite 14 und 15).

Zwölf Verfahren

Zwölf Ordnungswidrigkeitenverfahren haben die Polizisten in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta nach ihren Corona-Kontrollen zwischen Donnerstag, 4.30 Uhr, und Freitag, 4.30 Uhr, eingeleitet. Größtenteils stellten die Verstöße Zuwiderhandlungen gegen die Kontaktbeschränkungen und gegen das Abstandsgebot im öffentlichen Bereich dar.

Zwei der Verfahren wurden am Donnerstag um 19.20 Uhr nach einer Verkehrskontrolle eingeleitet. In der Osterstraße wurde ein Auto kontrolliert, in dem ein 37-jähriger Fahrer (wohnhaft in Tschechien) und ein 35-jähriger Beifahrer (Rumänien) saßen. Die beiden waren über Land eingereist und hielten sich vor ihrem Aufenthalt in Deutschland mindestens zehn Tage in zwei ausländischen Risikogebieten auf. Eine Einreiseanmeldung sowie eine notwendige Quarantäne erfolgte durch beide Personen nicht. Da die beiden über keinen festen Wohnsitz in Deutschland verfügen, wurde von den Polizisten Sicherheitsleistungen von jeweils 850 Euro eingenommen.

Grafik: Corona-Virus im Landkreis Cloppenburg, Stand 08.01.2020 (c) Nordwest-Zeitung 

Quelle: Nordwest-Zeitung v. 09.01.2021