Presseberichte

518 aktuelle Coronafälle im Kreis

40 neue positive Testergebnisse – Notbetreuung in Kitas

von Carsten Mensing und Steffen Szepanski


Die Zahl der aktuellen Coronafälle im Kreis Cloppenburg ist bis Donnerstag, 13.30 Uhr, auf 518 gesunken. Es liegen insgesamt 40 neue positive Testergebnisse aus zwölf der 13 Städte und Gemeinden vor. Gleichzeitig wurden 92 Genesungen registriert. Die Gesamtzahl der bislang positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Landkreis liegt derzeit bei 5833.

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt hat um 9 Uhr eine 7-Tagesinzidenz pro 100 000 Einwohner von 202,1 für den Landkreis Cloppenburg errechnet. Die drei Krankenhäuser im Kreisgebiet haben dem Landkreis Cloppenburg gemeldet, dass 30 Corona-Infizierte stationär behandelt werden, vier von ihnen auf der Intensivstation. Das aktuelle Infektionsgeschehen im Landkreis verteilt sich auf Personen zwischen den Geburtsjahrgängen 1946 und 2016. Dem Gesundheitsamt wurden neue positive Coronafälle von vier Reiserückkehrern gemeldet.

Corona-Verstöße

Vier Verfahren haben Beamte der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta nach ihren Corona-Kontrollen eingeleitet. Kontrolliert wurde zwischen Mittwoch, 4.30 Uhr, und Donnerstag, 4.30 Uhr, im gesamten Oldenburger Münsterland. Den Großteil der Verstöße stellten Zuwiderhandlungen gegen die Kontaktbeschränkungen und gegen das Abstandsgebot im öffentlichen Raum dar.

Kinderbetreuung

Anlässlich zahlreicher Nachfragen aus der Bevölkerung weist das Jugendamt darauf hin, dass die Kitas die Notbetreuung grundsätzlich nur denjenigen Mädchen und Jungen ermöglichen dürfen, deren Eltern „in betriebsnotwendiger Stellung in Berufen des allgemeinen öffentlichen Interesses“ stehen. Die vom Land Niedersachsen genannten möglichen Härtefälle und sonstigen Berufszweige würden wegen der hohen Inzidenz im Kreis Cloppenburg nachrangig berücksichtigt. Ein Rechtsanspruch auf Notbetreuung bestehe nicht.

Dies müsse so streng gehandhabt werden, um auch die Kitas und die dort arbeitenden Erzieherinnen und Erzieher zu schützen. Bereits im Dezember ist es bei gleich hohem Infektionsgeschehen zu vielen Gruppenschließungen wegen Coronafällen gekommen, weil jemand in dieser Gruppe positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, heißt es aus dem Jugendamt. Dies solle in den nächsten Wochen für diejenigen, die unbedingt auf Notbetreuung angewiesen sind, vermieden werden. Gleichzeitig appelliert das Jugendamt an alle Eltern, deren Kinder jetzt die Notbetreuung in Kitas bekommen, auf sämtliche privaten Kontakte zu verzichten. „Das ist nur solidarisch für diejenigen, die ohne eine Notbetreuung ihren für die Gesellschaft wichtigen Berufen nicht mehr nachgehen können“, lässt das Jugendamt verlauten.

Auch auf das Recht, noch eine Person eines anderen Hausstands zu treffen, sollte in dieser schwierigen Zeit verzichtet werden, meint man im Jugendamt. „Die Chefs und Vorgesetzten von Eltern mit kleinen Kindern, deren Jobs sich nicht in den berechtigten Berufszweigen finden, mögen die Möglichkeiten von Arbeitsflexibilisierung und Arbeitsverschiebung in Kombination mit Homeoffice-Möglichkeiten maximal ausschöpfen, um ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine häusliche Betreuung im Wechsel mit dem anderen Elternteil zu ermöglichen.“

Die Frage der Elternbeiträge für beitragspflichtige Krippenkinder wird laut Jugendamt in den jeweiligen Städten und Gemeinden für die Dauer der Kita-Schließungen im Blick behalten, weil diese in den jeweiligen Beitragssatzungen vor Ort geregelt sind.

In dem Punkt, inwieweit die Elternbeiträge in der Kindertagespflege betroffen sind, ist der Landkreis zuständig. Dieser prüft aktuell Möglichkeiten der Entlastung für Eltern, deren Kinder zurzeit auf ihren Platz in der Kindertagespflege verzichten.


zum oberen Bild:
Bericht der Nordwest-Zeitung vom 15.01.2021.

zum zweiten Bild:
Die Zahl der aktuellen Coronafälle im Kreis Cloppenburg ist bis Donnerstag, 13.30 Uhr, auf 518 gesunken. Foto: Kay Nietfeld.


Quelle:
Nordwest-Zeitung vom 15.01.2021.