Presseberichte

Löningen will Landesgartenschau 2026

Ausschuss billigt 50000 Euro für Machbarkeitsstudie als ersten Schritt / Kaufleute und Stadtmarketing begeistert

Den Bogen zwischen Brockhöhe, Rosemeyers Apfelgarten und Merschsee will die Stadt für und mit Hilfe der Landesgartenschau 2026 für die Naherholung entwickeln.

Von Willi Siemer 

Löningen. Einen kleinen, aber wichtigen ersten Schritt zum Verwirklichen der Idee von Bürgermeister Marcus Willen, die Landesgartenschau im Jahre 2026 nach Löningen zu holen, hat der Ausschuss für Wirtschaft, Bau, Verkehr und Sport auf seiner jüngsten Sitzung empfohlen. In seinen Haushaltsberatungen wurden auch 50000 Euro für eine Machbarkeitsstudie für die Ausrichtung gebilligt.

Er trage sich seit Jahren mit diese Idee, habe die Vorgängerschauen besucht und beschäftige sich mit den Voraussetzungen und möglichen Problemen, erklärte der Bürgermeister im MT-Gespräch. Selbst wenn man wegen der Mitbewerber nicht den Zuschlag erhalte, sei es ob der Chancen für Löningen den Versuch wert.

Die Stadt habe unmittelbar nördlich und vor allem südlich derHase ein noch nicht erschlossenes landschaftliches Juwel mit einem großen Potenzial, das mit einer Landesgartenschau und ganzheitlichem Konzept hervorragend entwickelt werden könne. Die drei Kernbereiche für die Präsentation als Einheit einer solchen, vonMitte April bis zum Oktober reichenden überregionalen Veranstaltung sind nach seinen Vorstellungen der Bogen von der Brockhöhe, über Rosemeyers Apfelgarten bis hin zu Münzebrocks Mersch mit dem Merschsee im Zentrum.

Eine der Voraussetzungen sei in einigen Jahren erfüllt: die Sandabbau-Bagger seien 2025 weg.DasLand fördere dieseVeranstaltungsreihe mit etlichen Millionen Euro.Dies sei eine große Chance mit Hilfe dieser Gelder den Bereich zunächst für die Veranstaltung selbst, aber auch danach für Erholung suchende Löninger und Besucher aus der Region entscheidend weiterzuentwickeln.Die für die vielleicht eine halbe Million Besucher geschaffene Infrastruktur bleibe, auch wenn die Pforten geschlossen seien. Als positives Beispiel nennt Willen die Schau 2018 in der 10000 Einwohner-Stadt Bad Iburg. Mehr als die Hälfte der Investitionskosten als strukturelle Entwicklungshilfe habe das Land getragen. Sie habe in dem halben Jahr 580000 Besucher angelockt, die 32Millionen Euro in der Region ausgegeben haben, sie sei mit 800000 Gewinn Euro abgeschlossen worden. Selbst wenn sie mit einem Minus enden sollte, wäre das angesichts des Entwicklungsschritts und der bleibenden Werte sowie der geplanten ökologisch nachhaltigen Entwicklung für Löningen gut angelegtes Geld. Auch Bad Gandersheim als Veranstalter der alle vier Jahre stattfindenden Schau sei mit gut 10000 Einwohnern ebenfalls eine Kleinstadt. In einer ersten Reaktion zeigten sich der Gewerbevereins-Vorsitzende Ansgar Sibbel und Stadtmarketing-GeschäftsführerJörn Willen begeistert von der Initiative. Diese Entwicklungs- und Umsatzchance und die damit verbundene Bekanntheits-Steigerung sollten alle Löninger gemeinsam unterstützen.

Großes Foto: Juwel am Löninger Stadtrand: Seit Jahren wird bereits über eine zukünftige Nutzung von Münzebrocks Mersch mit dem Merschsee als Zentrum diskutiert. In den Überlegungen für das Veranstaltungsgelände einer Landesgartenschau in Löningen spielt dieser Bereich mit seinen vielfältigen Möglichkeiten eine große Rolle. Fotos: Willi Siemer

Kleines Foto links: In Grundzügen vorhanden: Die nachhaltige ökologische Entwicklung an der Hase ist bereits begonnen worden. Die hier zu schaffende weitere Infrastruktur bliebe den Löningern auch nach der Schau erhalten.

Kleines Foto rechts: Naherholungsbereich: Die Überlegungen für ein mögliches Veranstaltungsgelände im Löninger Süden reichen von der Brockhöhe über Rosemeyers Apfelgarten bis zum Merschsee.

Quelle: Münsterländische Tageszeitung v. 30.01.2021