Presseberichte

„Gemeinde gut aufgestellt für die Zukunft“

Weihbischof Wilfried Theising lobt Gespräche und Ergebnisse seiner Visitation unter Corona-Umständen

Zu einer ganztägigen, alle fünf Jahre stattfindenden Visitation war Weihbischof Wilfried Theising am Montag zu Gast in der St.-Vitus-Gemeinde.
Gute Zusammenarbeit mit Stadt bei Krippen und Kindergärten.

von Willi Siemer


„Die St.-Vitus-Gemeinde ist gut aufgestellt für die Zukunft“: Im MT-Gespräch lobt Weihbischof Wilfried Theising die aus seiner Sicht positiven Gespräche und die Ergebnisse seiner ganztägigen Visitation der Gemeinde. Alle fünf Jahre besucht im Bistum Münster der Dienstvorgesetzte der Priester die Gemeinden, führt Gespräche mit den hauptamtlichen Mitarbeitern und trifft sich zum Abschluss zum Gespräch und Gedankenaustausch mit den Pfarreiräten und dem Kirchenausschuss.

Das Abschluss-Gespräch nach dem Gottesdienst mit den Mitgliedern der beiden Gremien sei, bedingt durch die Versammlungs-Vorschriften in der Corona-Pandemie, in dieser Form nicht möglich gewesen, erläutert Dechant Bertholt Kerkhoff. Daher seien die Vorsitzenden und ihre Stellvertreter sowie jeweils ein Repräsentant aus allen vier Ortsteilen, Löningen, Evenkamp, Benstrup und Bunnen, eingeladen worden.

Theising lobte die konstruktive und persönliche Atmosphäre, in der die Bereitschaft sichtbar geworden sei, auch in schwierigen Zeiten wie den derzeitigen als Kirche das Evangelium zu den Menschen zu bringen.

Er freue sich über das in den mit Fantasie organisierten Weihnachtsaktionen sichtbar werdende Engagement. Hoffnungsvoll stimmen ihn auch die Erläuterungen der guten Zusammenarbeit von Kirchengemeinde und Stadt bei den Kindergärten und Krippen in der Stadtgemeinde. „Die Lebendigkeit ist da,das lässt für die Zukunft hoffen“, so Theising.

Gemeinsam mit allen hoffe er, dass in den folgenden Monaten die insbesondere bei Beerdigungen am einschneidensten erlebten Einschränkungen bald mit den Impffortschritten vorbei seien.

Die geäußerte Sorge, dass keine guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder in die Gemeinde kommen, habe er den Gläubigen nehmen können. Zudem hoffe er, dass man nach Corona zur Normalität und zur Praxis des bisherigen Gemeindelebens zurückzukehren könne.

Dechant Bertholt Kerkhoff lobte die Gespräche aller Beteiligten mit dem Weihbischof auf Augenhöhe. Auch Kerkhoff zeigte sich zuversichtlich, dass es gelinge könne, aus diesem durch die Pandemie aufgezwungenen Lockdown gestärkt hervorzugehen, denn die Krise zwinge zum Besinnen auf das Wesentliche.

Es sei falsch, nach der Krise zu versuchen, wie gewohnt weiterzumachen, dann wäre der Lerneffekt gleich Null: „Wir dürfen nicht erwarten, dass sich Glaube immer so zeigt, wie wir es gerne hätten“.

In der Hoffnung, dass zahlreichen Menschen der Glaube nicht egal sei, hätten ihn viele Bobachtungen der letzten Wochen und Monate bestärkt. Dabei handele es sich nicht unbedingt um diejenigen, die regelmäßig die Gottesdienste besuchen würden.

Als Beispiele nannte er den Kirchenbesuch von Familien mit den Kindern in der Vorweihnachtszeit an Sonntagnachmittagen, die vielen Eintragungen ins Fürbittbuch, das verstärkt zu beobachtende Anzünden von Kerzen in der Kirche oder auch nur der kurze Besuch an Werktagen oder das Abholen gesegneter Sträußchen als Ersatz für die nicht mögliche Gräbersegnung. Entscheidend sei, die sich darin zeigende Suche nach spirituellen Angeboten für die Familie oder auch für sich.

Die bisher letzte Visitation des damaligen Weihbischofs Heinrich Timmerevers in Löningen vor mehr als fünf Jahren war noch geprägt von den Nachwirkungen der Krankenhauskrise, in der das Agieren der Verantwortlichen im Offizialat die Existenz des Löninger Krankenhauses gefährdet hatte.


zum oberen Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 03.02.2021.

zum zweiten Bild:
Zufrieden mit Ergebnissen und Verlauf der Visitation: Elisabeth Albers, die Vorsitzende des Pfarreirates, Weihbischof Wilfried Theising, Dr. Wolfgang Sieverding, der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenausschusses und Dechant Bertholt Kerkhoff. Foto: Willi Siemer.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 03.02.2021.