Presseberichte

Mit digitalen Lernwerkstätten gegen Defizite

Copernicus-Gymnasium will mit einem auf drei Säulen ruhenden Förderkonzept unterstützen und Lücken schließen


Die aktive Mitarbeit der Schüler ist und bleibt die wichtigste Voraussetzung auch für die aktuell nur digital angebotenen Fördersysteme des Gymnasiums.

von Willi Siemer


Mit dem Anpassen der bewährten Unterstützungssysteme des auf drei Säulen basierenden Förderkonzepts„ Gemeinsam lernen“ für die Anforderungen digitaler Kommunikation reagiert das Löninger Copernicus-Gymnasium auf die Herausforderungen des Homeschoolings in der Corona-Pandemie.

„Der leider seit Wochen ohne Schulbesuch stattfindende Unterricht zu Hause am Computer stellt nach den Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen viele Schüler aus den unterschiedlichsten Gründen vor Probleme“, begründet Schulleiter Ralf Göken die Initiative.

Es sei geplant, die drei bewährten Elemente der Basismodule, der Lernwerkstätten und auch das Projekt „Schüler helfen Schülern“ für Unter- und Mittelstufe vor allem mithilfe von Videokonferenzen auf eine digitale Plattform zu stellen.

Ziel sei es aber, so schnell wie möglich nach der Rückkehr der Schüler in den Präsenzunterricht wieder von der digitalen in die „normale“ Förderung umzuschalten, da dies natürlich die deutlich effizientere Methode der Wissensvermittlung sei, so der Oberstudiendirektor.

Dies sei ein zentrales Projekt der gesamten Schulgemeinschaft, in die auch ein Teil der zur Verfügung stehenden Lehrerstunden investiert würden, hebt Göken die Bedeutung hervor.

Über das schulinterne IServ-Aufgabenmodul erhalten die Schüler eine Übersicht über Themen und Termine. Nach der Anmeldung erhalten sie digitale Lernangebote der jeweiligen Fachlehrer. In Videokonferenzen oder über den Messenger kann in Gruppen von mindestens fünf Schülern gearbeitet und gefördert werden.

Nachdrücklich würdigte Göken den Einsatz und die Phantasie von Oberstudienrätin Sandra Haske und von Studiendirektor Karsten Schröder, die die seit einigen Jahren an der Schule etablierten Fördersäulen entsprechend weiterentwickelt hätten. Ziel sowohl der digitalen wie der analogen Bemühungen sei es, mit den drei unterschiedlichen Ansätzen größere und kleinere Schwächen in den Langfächern zu beseitigen und den Schülern zu ermöglichen, gesteckte Lernziele zu erreichen.

„Wir möchten den Kindern so die Möglichkeit bieten, entstandene Lerndefizite auszugleichen“, erläutert Sandra Haske.

Es gehe nicht darum, Schüler auf den richtigen Weg zu zwingen, betont Karsten Schröder: „Wir wollen überzeugen und die Angebote attraktiv machen, und sie dazu bringen, selbst zu überlegen, was kann ich nicht oder wo habe ich Schwächen.“

Daher sei die aktive Mitarbeit eine zwingende Voraussetzung, wenn die nicht gegeben sei, mache die weitere Teilnahme keinen Sinn, so Schröder.

Das weitreichendste Assistenzsystem mit jeweils einem Quartal Dauer in allen Langfächern ist das sogenannte Basismodul, in dem grundlegende Kompetenzen wegen größerer Lerndefizite von Fachlehrern vermittelt werden. Die Lernwerkstätten sind ein offenes Angebot ohne notwendige Quartalsanmeldung. Hier geht es vor allem um die Aufarbeitung von Verständnisschwierigkeiten im aktuellen Unterricht, die möglicherweise durch einen anderen Erklärungsansatz eines anderen Fachlehrers schon überwunden werden können.

Dritte Säule ist das Projekt „Schüler helfen Schülern“, in der grundsätzlich größere Wissenslücken durch individuelle und zehn Euro pro Stunde kostende Unterstützung von guten Schülern ab der neunten Klasse aktuell in Videokonferenzen aufgearbeitet werden sollen. Die Tutoren würden sowohl methodisch als auch inhaltlich auf ihre Aufgaben vorbereitet und von Kollegen begleitet, erläutert Sandra Haske.


zum oberen Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 04.02.2021.

zum zweiten Bild:
Verantwortlich für die Förderkonzepte und ihre Digitalisierung: Gemeinsam koordinieren und organisieren Oberstudienrätin Sandra Haske und Studiendirektor Karsten Schröder die Lernwerkstätten, die Basismodule und das Projekt „Schüler helfen Schülern“. Foto: Willi Siemer.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 04.02.2021.