Presseberichte

Sieben weitere Tote im Landkreis

Landkreis stellt kostenlose Schnelltests für Kindergärtnerinnen


Sieben Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion meldet der Landkreis Cloppenburg am Donnerstag. Hintergrund dieser Häufung: „Dem Landkreis Cloppenburg wurden am 9. und 10. Februar von einem Standesamt verspätet Todesbescheinigungen aus November und Dezember von im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorbenen Personen eingereicht“, teilte Kreissprecher Frank Beumker am Donnerstag mit. „Dies erfolgte entgegen den rechtlichen Vorgaben, wonach eine unverzügliche Weiterleitung vorgeschrieben ist.“

Verstorben sind eine 95-jährige und zwei 86-jährige Frauen sowie ein 74-jähriger Mann aus Cloppenburg, eine 92-jährige Frau aus Essen, eine 90-jährige Frau aus Lastrup und ein 79-jähriger Mann aus Lindern. Seit Beginn der Corona-Pandemie gibt es damit insgesamt 114 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion im Landkreis Cloppenburg.

„Diese sieben weiteren Todesfälle machen uns sehr traurig. Wir sprechen den Angehörigen unsere herzliche Anteilnahme aus”, wird Landrat Johann Wimberg zitiert.

Die Zahl der aktuellen Coronafälle im Kreis ist bis Donnerstag, 12 Uhr, auf 345 gestiegen. Es liegen 34 neue positive Testergebnisse aus zwölf der 13 Städte und Gemeinden vor. Gleichzeitig wurden sieben Genesungen registriert. Seit Beginn der Pandemie sind damit 6724 Menschen infiziert worden.

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt hat um 9 Uhr eine 7-Tagesinzidenz pro 100 000 Einwohner von 97,3 für den Kreis errechnet.

In den drei Krankenhäusern im Landkreis werden 18 Corona-Infizierte stationär behandelt, fünf von ihnen auf der Intensivstation.

Das Infektionsgeschehen verteilt sich aktuell auf Einzelfälle aus verschiedenen Bereichen. Im Kindergarten St. Vitus Löningen wurde vom Gesundheitsamt eine Reihentestung mit 38 Abstrichen durchgeführt. Ein Kind und eine Praktikantin wurden dabei positiv getestet. Auch in einem Kindergarten in Elisabethfehn gab es Infektionen.

Der Landkreis Cloppenburg hat den Kindertagesstätten und den selbstständigen Kindertagespflegepersonen Schnelltests kostenfrei zur Verfügung gestellt. Für 26 000 Testkits investiert der Landkreis rund 190 000 Euro. Dabei handelt es sich um zwei Schnelltests in der Woche pro Erzieherin/Tagesmutter. Die zur Verfügung gestellten Tests je Woche und Person sollen bis Gründonnerstag (1. April) den Bedarf decken.

Die Testkits werden über die Städte und Gemeinden ausgegeben. Das Ordnungsamt stellt die Mengen an Testkits je Kommune zusammen, und sie können von den Städten und Gemeinden bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale Cloppenburg abgeholt werden.

Die Polizei hat bei Kontrollen zwischen Mittwoch, 4.30 Uhr, bis Donnerstag, 4.30 Uhr, sieben Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen in den Kreisen Cloppenburg und Vechta geahndet.


zum oberen Bild:
Bericht der Nordwest-Zeitung vom 12.02.2021.

zum zweiten Bild:
Corona-Virus im Landkreis Cloppenburg, Stand: 11.02.2021. Foto: Hauke-Christian Dittrich.


Quelle:
Nordwest-Zeitung vom 12.02.2021.