Presseberichte

In Kursen wird Jugendparlament vorbereitet

Verwaltung schreibt 1444 junge Löninger an / Ausschuss empfiehlt Begrüßungsgeld für Ärzte in Löningen

von Willi Siemer


Zu mehreren Workshops hat die Löninger Stadtverwaltung insgesamt 1444 junge Leute aus der Stadtgemeinde als Vorbereitung auf die Wahl eines Jugendparlaments eingeladen. Die in fünf Kurse eingeteilten Vorbereitungen seien am 23. und 24. Februar im Forum Hasetal geplant, gab Bürgermeister Marcus Willen in der jüngsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses des Stadtrates bekannt.

Er verlas außerdem das Schreiben eines Corona-Risikopatienten, der heftig gegen die Pläne protestiert. In einer Zeit, in der es in Löningen über 90 Infizierte gebe, sei es falsch, eine solche Veranstaltung zu organisieren. Der Workshop werde unter Einhaltung aller Hygiene-Vorschriften und dem nötigen Abstand stattfinden. Sollte sich die Situation deutlich verschlechtern, werde über Alternativen in Form von Online-Meetings nachgedacht, so Willen.

In einer kurzen, sachlichen Debatte haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Familie, Bildung, Kultur und Gesundheit auf einen Kompromiss in der Frage eines kommunalen Begrüßungsgeldes für Ärzte geeinigt, die sich im Stadtgebiet Löningen niederlassen.

Gleichzeitig zeigten die Ausschuss-Mitglieder Sympathien für einen weitergehenden Antrag der Gruppe Grüne/Linke im Rat, die diese finanzielle Zuwendung nicht nur auf Mediziner , sondern auch auf sozialversicherungspflichtig angestellte Pflegefachkräfte und Auszubildende mit einem einmaligen Betrag von 2000 Euro ausgedehnt sehen will. Gerade die Corona-Pandemie habe noch einmal deutlich gemacht, von welch unschätzbarem Wert die Pflegefachkräfte in der Anna-Klinik, im Pflegeheim, in der Tagespflege und in den ambulanten Pflegediensten für die Löninger Gesellschaft sei, begründet die Gruppe ihren Vorstoß. Der Antrag wurde zur weiteren Beratung an den Ausschuss verwiesen.

Ein Begrüßungsgeld für Mediziner hatte die CDU-Fraktion am 5. November und die UfL am 25. November mit unterschiedlichen Schwerpunkten gestellt. In ihrer Beschlussvorlage hatte die Verwaltung den mit Mehrheit gebilligten Vorschlag gemacht, dass jeder neu geschaffene Vertragsarztsitz, egal ob angestellt oder in eigener Praxis, mit einem Begrüßungsgeld von 25000 Euro als Mittelwert der Förderhöhe beider Anträge bedacht wird. Verbunden ist damit eine Verpflichtung auf fünf Jahre, sonst muss das Geld zurückgezahlt werden.

Dies Förderung soll außerdem rückwirkend ab dem 1. Januar 2020 gelten, da die jeweiligen Anträge innerhalb des Haushaltsjahres gestellt worden sind. Zudem soll nach dem Willen des Ausschusses jährlich die Förderung eines neuen Vertragsarztsitzes im Haushaltsplan festgeschrieben werden.

In bestimmten Bereichen mit nicht genügend Ärzten nach dem Schlüssel der Kassenärztlichen Vereinigung fördern auch dieser Verband und der Landkreis mit Mitteln aus der KMU-Förderung für kleine und mittlere Unternehmen die Neugründung oder die Übernahme von Allgemeinarzt-Praxen.


zum Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 17.02.2021.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 17.02.2021.