Presseberichte

„Böens Leitprojekt noch nicht klar definiert“

Dorferneuerung Löningen-Südost: Drei Vereinsprojekte im Überhäsigen und in Lodbergen werden 2021 angepackt


Die Dorferneuerung Löningen Südost, die in einem Bogen Böen/Schelmkappe, das Überhäsige Viertel sowie Elbergen und Augustenfeld umfasst, wird mit mehreren Projekten in diesem Jahr und den konkreten Haushaltsabsätzen für das Verwirklichen in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt.

In der jüngsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses des Löninger Stadtrats informierte Kämmerer Markus Brundiers über die Mittel, die für 2021 bereitgestellt werden, und die Etatansätze der Projekte in den Dörfern und Ortsteilen in den kommenden drei Jahren.

In den kommenden Monaten stehen nach seinen Angaben die von den Vereinen in den Dörfern geplanten Maßnahmen ganz oben auf der Liste. 139000 Euro sind veranschlagt für die Sanierung der Schützenhalle Lodbergen. Für dieses Projekt des Schützenvereins gibt das Amt für regionale Landesentwicklung (ARL) einen 73-prozentigen Zuschuss, sieben Prozent zahlt die Stadt, die restlichen 20 Prozent ist der festgelegte Anteil des Vereins.

Als zweites Projekt wollen die Schützen ebenfalls in diesem Jahr das Ehrenmal für die Gefallenen im Lodberger Ortsteil Holthausen sanieren. Für diese 76000 Euro teure Maßnahme gilt der festgelegte Schlüssel allerdings nicht. Hier übernimmt die Stadt nach einem Grundsatzbeschluss des Rates einen erheblichen Anteil, da dies ein Anliegen der gesamten Stadtgemeinde und nicht nur des jeweiligen Ortsteils ist. Die neue Regelung war erstmals für die Sanierung des Ehrenmals in Böen als eine der ersten Maßnahmen der Dorferneuerung angewandt worden.

Umsetzen will auch der Überhäsige Schützenverein als Träger die Sanierung des Dachs des Dorfgemeinschaftshauses in Angelbeck. Die Kosten sind mit fast 92000 Euro veranschlagt. Für die Vereinsprojekte sind fast 30000 Euro für auf insgesamt 307000 Euro veranschlagten Kosten als Anteile der Stadt im aktuellen Etat vorgesehen.

Mit der Aufnahme in die Finanzplanung der kommenden drei Jahre, die der Kämmerer in der Sitzung erläuterte, wird ein weiterer Schritt zum Verwirklichen mehrerer öffentlicher Maßnahmen der Dorferneuerung vollzogen. Darunter befindet sich auch das finanziell größte Vorhaben, die Sanierung und Umgestaltung der Eschstraße in Böen. Dies sei noch ein Sonderfall, erläuterte Fachbereichsleiterin Hannah Lohe in der Sitzung, denn „das Projekt ist noch nicht ganz klar definiert“. Die angesetzte Summe ist nach der vom Stadtrat so festgelegten Summe von 1320 Euro pro Kopf der Bewohner des jeweiligen Ortes plus fünfprozentigem Kosten-Steigerungsfaktor pro Jahr errechnet worden.

Der verantwortliche Arbeitskreis der Dorferneuerung habe die Aufgabe, einen Vorschlag zur Umgestaltung der Dorfmitte mit der Eschstraße festzulegen, erläuterte Bürgermeister Marcus Willen. Bis zum 15. September müssen die Anträge auf Förderung für das kommende Jahr beim ARL abgegeben worden sein. Das Reizvolle für die Bewohner Böens bestehe darin, dass es jetzt die Chance auf einen zusammenhängenden Dorfplatz auch als Mehrgenerationen-Projekt gebe.

Als einfaches Tiefbau-Projekt habe die reine Sanierung der Eschstraße nach übereinstimmenden Aussagen aller Beteiligten nur geringe Chancen, gefördert zu werden, da nach dem Beginn der Dorferneuerung die Bewertungsmaßstäbe in dieser Frage geändert worden seien, so Willen. Wie alle anderen Projekte auch stehe es im Wettbewerb mit anderen Dorferneuerungen um genügend Punkte.

Für die Umgestaltung der Elberger Ortsmitte sind im kommenden Jahr 157000 Euro vorgesehen und für Verschönerungen des Umfeldes der ehemaligen Lodberger Schule 311000 Euro in 2023. Für das Projekt Dorfmitte Schelmkappe in 2024 stehen 133000 Euro zur Verfügung und 146000 für die Dorfmitte Augustenfelds in 2025.


zum oberen Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 19.02.2021.

zum zweiten Bild:
Leitprojekt der Dorferneuerung in Böen: Für die Neugestaltung der Eschstraße sind für 2022 nach dem beschlossenen Pro-Kopf-Schlüssel 945000 Euro im Haushalt 2022 vorgesehen. Die konkrete Definition und wie die damit verbundene Neugestaltung des Dorfmittelpunkts einbezogen werden kann, muss der verantwortliche Arbeitskreis in den kommenden Monaten erarbeiten. Foto: Willi Siemer.

zum dritten Bild:
Dachsanierung geplant: Zu den Projekten der Vereine, die in diesem Jahr gefördert und verwirklicht werden sollen, gehört die Sanierung des Dachs des überhäsigen Dorfgemeinschaftshauses. Foto: Willi Siemer.

zum vierten Bild:
2022 vorgesehen: Mit den Zuschüssen aus der Dorferneuerung soll die Elberger Dorfmitte mit dem Ehrenmal, dem Glockenturm und der Bushaltestelle umgestaltet werden. Foto: Willi Siemer.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 18.02.2021.