Presseberichte

Neue Infektionen in Schlachthof

Insgesamt 38 neue Fälle – Vorbereitung für Impf-Gruppe zwei

von Reiner Kramer


Weitere Infektionen aus dem Arbeitsumfeld des Garreler Schlachtbetriebs in Garrel meldet der Landkreis Cloppenburg am Dienstag. Dort waren am vergangenen Wochenende 18 Mitarbeiter positiv getestet worden. Die Gemeinde Garrel entwickelt sich zum Hotspot: 53 Coronafälle liegen dort jetzt vor – sieben mehr als am Vortag und insgesamt derzeit so viele wie in keiner anderen Gemeinde.

Die Zahl der aktuellen Coronafälle im Landkreis Cloppenburg ist bis Dienstag auf 356 gestiegen. Es liegen insgesamt 38 neue positive Testergebnisse vor. Gleichzeitig wurden 25 Genesungen registriert. Die Gesamtzahl der bislang positiv getesteten Personen im Kreis liegt derzeit bei 7026.

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt hat um 9 Uhr eine 7-Tagesinzidenz pro 100 000 Einwohner von 110,1 für den Landkreis Cloppenburg errechnet. Die drei Krankenhäuser im Kreisgebiet haben dem Landkreis Cloppenburg gemeldet, dass 16 Corona-Infizierte stationär behandelt werden, drei von ihnen auf der Intensivstation.

Die Kontrollen der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta zur Einhaltung der geltenden Corona-Bestimmungen führten von Montag, 4.30 Uhr, bis Dienstag, 4.30 Uhr, in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta zu 16 Ordnungswidrigkeitenverfahren, mit denen vor allem Verstöße gegen Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und die Tragepflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung geahndet werden.

Derweil betont der Landkreis Cloppenburg auf Anfrage unserer Redaktion, dass die Absicht von Bund und Ländern, Erzieher/innen und Lehrer/innen bei der Corona-Impfung in die zweite Impfpriorisierungsstufe rücken zu lassen, vom Landkreis Cloppenburg mit einem gewissen organisatorischen Mehraufwand gut bewerkstelligt werden könnte. Die Personengruppe müsse vom Impfzentrum zusätzlich eingeplant werden. „Da die Gruppe aber nicht besonders groß ist und mit dem Impfstoff von Astra-Zeneca geimpft wird, dürfte uns das nicht vor große Probleme stellen“, so Kreissprecher Frank Beumker. Weiterhin habe das Impfzentrum bereits allen Einwohnern der Priorität 1 ein Impfangebot gemacht, so dass mit der Stufe 2 weitergemacht werde könne.

Einigen der in Priorität 2 genannten Gruppen hätten bereits ein Impfangebot bekommen beziehungsweise sei das Angebot bereits abschließend geplant. Die zu Impfenden werden nun zu schnellstmöglichen Terminen eingeladen. „Dabei werden ethische Gründe und optimale organisatorische Abläufe berücksichtigt“, so Beumker.

Durch die verschiedenen Altersgruppen und dadurch bedingte unterschiedliche Impfstoffe und auch der unterschiedlichen Lieferungen könnten sich Impfangebot und Impftermin zwischen den verschiedenen Gruppen durchaus überschneiden, was nicht nur grundsätzlich unproblematisch sei, sondern das Impfgeschehen auch beschleunige.


zum Bild:
Bericht der Nordwest-Zeitung vom 24.02.2021.


Quelle:
Nordwest-Zeitung vom 24.02.2021.