Presseberichte

Astrazeneca wird zügig verimpft

Im Kreis Cloppenburg „so gut wie keine Lagerbestände mit Impfdosen“

von Carsten Mensing und Steffen Szepanski


Die Zahl der aktuellen Coronafälle im Kreis Cloppenburg ist bis Donnerstag, 12 Uhr, auf 493 gestiegen. Es lägen insgesamt 56 neue positive Testergebnisse aus zehn der 13 Städte und Gemeinden vor, gleichzeitig seien 18 Genesungen registriert. Die Gesamtzahl der seit März 2020 positiv auf das Coronavirus getesteten Personen im Landkreis liegt bei 7385.

Inzidenzwert 128,9

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt hat um 9 Uhr eine 7-Tagesinzidenz pro 100 000 Einwohner von 128,9 für den Landkreis Cloppenburg errechnet. Die drei Krankenhäuser im Kreisgebiet haben dem Landkreis Cloppenburg gemeldet, dass 21 Corona-Infizierte stationär behandelt werden, vier von ihnen auf der Intensivstation.

Barßeler (76) tot

Im Landkreis Cloppenburg ist ein 76-jähriger Mann aus Barßel im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben. „Den Angehörigen gilt unser Mitgefühl”, erklärte Landrat Johann Wimberg. Seit Beginn der Corona-Pandemie gibt es insgesamt 133 Covid-19-assoziierte Todesfälle im Landkreis Cloppenburg.

Die Infektionsschwerpunkte am Donnerstag waren die Gemeinden Barßel und Bösel sowie die Stadt Cloppenburg. Die Neuinfektionen verteilen sich auf Einzelfälle zwischen den Geburtsjahrgängen 1941 und 2018. Betroffen sind Schüler, Rentner, Selbstständige und Arbeitnehmer aus vielfältigen Berufszweigen.

Bei den 1017 PCR-Abstrichen, die am Mittwoch von Beschäftigten eines Schlacht- und Zerlegebetriebs in Garrel genommen worden waren, wurden zwei weitere neue positive Coronafälle festgestellt. Die Mitarbeiter haben sich nach Eingang der Probenergebnisse sofort in häusliche Quarantäne begeben.

Lage beim Impfen

Landrat Wimberg unterstrich, dass die gelieferten Impfdosen weiterhin sehr zügig zum Einsatz gebracht würden. „Wir halten so gut wie keine Lagerbestände mit Impfdosen vor. Auch hinsichtlich des Impfstoffes von Astrazeneca stellen wir wenig Vorbehalte bei den Impfberechtigten fest.“ Der Impfstoff werde im Kreis Cloppenburg gut angenommen. Aus Infektionsschutzgründen werde auch auf einen gleichmäßigen Besucherverkehr im Impfzentrum ohne große Wartezeiten geachtet. Hier macht sich auch die Ergänzung mit den dezentralen Impfterminen in den Städten und Gemeinden positiv bemerkbar, was insgesamt auch zu einer Entzerrung der gesamten Impfkampagne führe, so der Landrat.

Corona-Kontrollen

Die Kontrollen der Polizei zur Einhaltung der Corona-Regeln haben zwischen Mittwoch, 4.30 Uhr, und Donnerstag, 4.30 Uhr, in den Kreisen Cloppenburg und Vechta zu 16 Ordnungswidrigkeitenverfahren geführt.

Obwohl kein schriftliches Hygienekonzept vorlag, ist am Mittwochmorgen in Lohne eine Trauerfeier ungestört über die Bühne gegangen. Die Polizei war gegen 9 Uhr nach einem Hinweis zur Überprüfung der Situation vor Ort eingetroffen.

Da hatten sich bereits erste Teilnehmer der Trauerfeier eingefunden, woraufhin die Beamten ein Gespräch mit einem Verantwortlichen führten. Der konnte – wie erwähnt – kein schriftliches Hygienekonzept vorlegen, so dass die Polizei Hinweise gab und Auflagen erteilte.

Insgesamt nahmen 57 Personen an der Trauerfeier, die unter freiem Himmel abgehalten wurde, teil. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trugen Mund-Nasen-Bedeckungen, zudem wurden Desinfektions- und Abstandsregeln eingehalten. Die Trauerfeier war nach etwa 15 Minuten ungestört beendet. Die Teilnehmer verließen anschließend unverzüglich das Gelände. Gegen einen Verantwortlichen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

In Holdorf trafen die Beamten – ebenfalls am Mittwoch – gegen 19.15 Uhr fünf Frauen an, die zusammen einen Geburtstag feierten. Eine Überprüfung ergab, dass die 17- bis 18-Jährigen aus fünf unterschiedlichen Haushalten aus Holdorf stammen. Die Zusammenkunft wurde aufgelöst. Ein Bußgeldverfahren ist eingeleitet.


zum oberen Bild:
Bericht der Nordwest-Zeitung vom 05.03.2021.

zum zweiten Bild:
Die Ausbreitung des Coronavirus im Landkreis Cloppenburg. Foto: Ricarda Pinzke.


Quelle:
Nordwest-Zeitung vom 05.03.2021.