Presseberichte

Vier Gewerbeflächen verkauft

Rat beschließt als erste Kommune 25000 Euro Begrüßungsgeld für Ärzte

Löningen (ws). Über eine erfolgreiche Entwicklung im Bereich der Ansiedlung von Gewerbebetrieben beziehungsweise dem Verkauf von Flächen zur Erweiterung oder neuen Standorten informierte Bürgermeister Marcus Willen in der jüngsten Ratssitzung (MT berichtete).

In nichtöffentlichen Sitzungen des Rates wurden nach seinen Angaben an vier Firmen Flächen verkauft, mit einem weiteren Löninger Unternehmen würden konkrete Verhandlungen über den Verkauf eines rund fünf Hektar großen Bereichs für einen Neubau im hinteren Bereich des Industriegebiets an der Lodberger Straße geführt. Willen kündigte zudem an, dass noch in diesem Jahr mit dem Genehmigungsverfahren für das neue, zehn Hektar große Gewerbegebiet unmittelbar an der Bundesstraße im Dreieck zwischen der AltenHeerstraße und der B 213 begonnen werde. Am Europaring im Gewerbegebiet Meerdorf seien ein 6700 Quadratmeter großes Grundstück an eine Tischlerei für eine neue Produktionshalle und 5000 Quadratmeter für den Umzug und die Erweiterung eines bisher in Wachtum ansässigen Unternehmens verkauft worden. Ein im Bereich Straßenunterhaltung tätiges und ein Lebensmittel produzierendes Unternehmen haben Grundstücke mit über 6000 beziehungsweise über 1000 Quadratmeter im Industriegebiet „Lodberger Straße“ erworben.

Die gewünschten Erweiterungsmöglichkeiten leistete der Rat auch mit seiner einstimmigen Entscheidung bei zwei Enthaltungen, das Genehmigungsverfahren für eine 14 Hektar große Erweiterungsfläche für den Lebensmittelproduzenten Schne-frost unmittelbar am Firmengelände zwischen Borkhorner Weg und Umgehungsstraße fortzusetzen. Die Planungen für das Industriegebiet werden öffentlich zur Einsicht und zur Stellungnahme ausgelegt. Nach Angaben der Verantwortlichen gebe noch keine konkreten Erweiterungspläne.

Mit zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen beschloss der Rat, für neugeschaffene Vertragsarztsitze in Löningen sowohl für angestellte wie selbstständige Mediziner ein Begrüßungsgeld von 25000 Euro zu zahlen. Über diese Möglichkeiten werde auch auf mehreren Kanälen informiert, reagierte Willen auf eine Frage von Franz-Josef Kühne (UfL). Als zukunftweisendes Projekt bewertete er eine akademische Lehrpraxis in Löningen, die mit ihrer Ausbildung junge Ärzte anspreche.

Quelle: Münsterländische Tageszeitung v. 06.03.2021