Presseberichte

7,2 Millionen Euro für Löninger Infrastruktur

Krippen und städtische Schulen mit über drei Millionen Euro und Ausbau der Kläranlagen die Schwerpunkte

von Willi Siemer



Über 7,2 Millionen Euro will die Stadt Löningen bis Ende des Jahres in den Ausbau ihrer Infrastruktur investieren. Hinzu kommen mehrere Millionen Euro, insbesondere für den Neubau des Feuerwehrhauses, die bereits in den Etats der beiden vergangenen Jahre vom Rat gebilligt worden sind, aber wegen Verzögerungen, zum Beispiel durch fehlende Baugenehmigungen, noch nicht begonnen wurden.

Schwerpunkte bilden nicht nur in den kommenden Monaten, sondern in den kommenden Jahren der weitere Ausbau der städtischen Schulen, insbesondere im Bereich der Digitalisierung, weitere Krippengruppen, der Ausbau der Kläranlage und neue Baugebiete.

Trotz großer Investitionen von über 20 Millionen Euro in den vergangenen Jahren seien noch keine neuen Schulden gemacht worden, erklärte Bürgermeister Marcus Willen in den Beratungen zu dem mit zwei Gegenstimmen verabschiedeten Etat 2021.

20 Millionen Verbindlichkeiten seien für den bisher erreichten Stand der Infrastruktur mehr als verkraftbar. Die Schwerpunkte der Investitionen und das hohe Niveau seien im Rat gemeinsam festgelegt worden. Erklärtes Ziel bei den Ausgaben sei und bleibe es, die Wertschöpfung hier vor Ort mit örtlichen Handwerkern zu halten und damit auch die Lohnsumme der Mitarbeiter, so Willen. Angesichts der Vielfalt der Aufgaben sei es richtig gewesen, die Hallenbad-Sanierung aus der Finanzplanung zu streichen, sie habe keine Priorität, verteidigte die Entscheidung.

Mehr als 1,2 Millionen Euro investiert die Stadt in den kommenden drei Jahren für den Kauf von Smartboards und Tablet-PC-Wagen in den vier Grundschulen, der Real- und der Hauptschule. In diesem Jahr sind für den ersten Schwung 520000 Euro für die elektronischen Tafeln eingeplant. Das Land finanziert diese Digitalisierung mit rund 620000 Euro mit. 570000 Euro sind für die Erweiterung und den Ausbau der Grundschule Wachtum zur Ganztagsschule vorgesehen und eine weitere halbe Million 2022. Hier gibt es Zuschüsse aus der Kreisschulbaukasse von 200000 Euro und KIP-Mittel des Bundes über 365000 Euro bis 2022.

Um die Wachtumer Kinder für die Zeit der Bauarbeiten unterzubringen, wird das Dachgeschoss der Löninger für 285000 Euro ausgebaut, hier gibt es verschiedene Zuschüsse über insgesamt 215000 Euro. Die Schule erhält zudem zwei Laptopwagen, die den Vorteil haben, dass mit ihnen flexibler gearbeitet werden kann, als mit einem festen PC-Raum. Auch die Grundschulen in Evenkamp und Wachtum werden mit den Laptopwagen in diesem Jahr ausgestattet.

Ein erhebliches Energiessparpotenzial versprechen sich die Verantwortlichen vom Sanieren der Heizungsrohre der Gutenbergschule, für die 300000 Euro veranschlagt sind. Mehr als 170000 Euro kommen vom Bund aus dem Kommunal-Investitions-Plan (KIP). Auch die Hauptschule erhält zwei Laptopwagen sowie die Beleuchtung, und die Decken in den Fachräumen werden für fast 18000 Euro saniert. Mit weiteren Investitionen von mehr als 200000 Euro baut die Stadt den Sanierungsstau in der Realschule weiter ab. Im zweiten Bauabschnitt wird die Beleuchtung komplett erneuert und auf LED umgestellt. Dafür stehen 140000 Euro im Etat bereit. 55000 Euro Zuschuss gibt es insgesamt aus Bundesmitteln für dieses Projekt. Für 87000 Euro werden unter anderem drei Laptopwagen angeschafft und erhält die Verwaltung neue Möbel.

Bereits vier Millionen Euro stehen aus dem Etat 2020 für den in den kommenden Monaten beginnenden Neubau des Feuerwehrhauses bereit. Für die neue Straße entlang des Gebäudes zwischen Linderner und Elberger Straße werden 2020 und 2021 über 1,2 Millionen Euro ausgegeben. Das Land unterstützt das Projekt mit 550000 Euro.

Eines der größten Einzelprojekte des Etats ist der Neubau der Klärschlammtrocknung, für die 1,1 Millionen in diesem und 600000 Euro im kommenden Jahr bereitstehen. Damit werde die Menge des teuer zu entsorgenden Schlamms deutlich reduziert, erläuterte Willen. Weiteres Projekt, mit dem die Leistung der Kläranlage auf eine neue Stufe gestellt wird, ist der Bau einer Anerobstufe, einer Art Biogasanlage, für zwei Millionen Euro bis 2024.


zum oberen Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 09.03.2021.

zum zweiten Bild:
Vom größten Stromverbraucher zum Energieproduzenten: Rund 3,8 Millionen Euro investiert die Stadt selbst bis 2024 in den weiteren Ausbau der Kläranlage, unter anderem für eine Art Biogasanlage. Eine Million Euro gibt es zudemfür die energetische Optimierung vom Land. Foto: Willi Siemer.

zum dritten Bild:
Investitionsbereich: Zwischen Linderner und Elberger Straße wird in den kommenden Monaten mit dem Bau des Feuerwehrhauses begonnen. Die neue Planstraße quer durch den Bereich kostet die Stadt bis 2022 rund 670000 Euro. Foto: Willi Siemer.

zum vierten Bild:
Krippengruppen Nummer zwölf und 13: Die Abrissarbeiten haben begonnen, so dass in den kommenden Monaten mit dem Bau der neuen Krippe an der Mühlenstraße begonnen werden kann. Das Projekt kostet 1,08 Millionen, 436000 Euro sind der städtische Anteil. Foto: Willi Siemer.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 09.03.2021.