Presseberichte

Löningen zahlt Begrüßungsgeld an Ärzte

Politik Rat der Stadt will Mediziner ins Hasetal locken – Antrag der CDU gebilligt

von Aloys Landwehr


Wer seit dem 1. Januar 2020 in Löningen als Arzt eine Praxis eröffnet hat oder als Vertragsarzt für fünf Jahre in Löningen tätig sein wird, kann mit einem Begrüßungsgeld in Höhe von 25 000 Euro rechnen. Das beschloss der Rat der Stadt auf seiner jüngsten Sitzung und hofft damit auf ein Alleinstellungsmerkmal, das deutlich mehr Ärzte nach Löningen locken könnte. Das städtische „Begrüßungsgeld“ wird in Anlehnung an die Förderung der Kassenärztlichen Vereinigung sowie die KMU- Förderung des Landkreises Cloppenburg geleistet. Diese Förderung soll rückwirkend ab dem 1. Januar des vorherigen Jahres gelten.

„Mit der Unterstützung möchten wir dankbar anerkennen, dass sich Ärzte in Löningen niederlassen“, schreibt die CDU in ihrem Antrag. „Wir sehen die ärztliche Versorgung der Bevölkerung als zentrales Anliegen der Daseinsvorsorge und wesentlichen Standortfaktor für die Gewinnung von Fachkräften“, macht die UfL klar. Beide Fraktionen hatten Anträge zur besseren Ärzteversorgung gestellt. Während die CDU 20 000 Euro für einen niedergelassenen Arzt zahlen möchte, plante die UfL, 30 000 Euro für einen selbstständigen, niedergelassenen Arzt und 5000 Euro für neu angestellte Ärzte auszuloben.

Der Rat einigte sich auf ein modifiziertes Modell. Er beschloss nach kurzer Diskussion, ein „Begrüßungsgeld“ für neu geschaffene Vertragsarztsitze im Stadtgebiet Löningen mit einem Festbetrag in Höhe von 25 000 Euro rückwirkend ab dem 1. Januar 2020 zu gewähren. Die Bindefrist des geschaffenen Vertragsarztsitzes beträgt fünf Jahre.

Ein Rückzug vor Ablauf dieser Bindefrist würde nach sich ziehen, dass der gezahlte Zuschuss anteilsweise zurückgezahlt werden müsste – pro Monat 1/60 des gezahlten Zuschusses. „Wir wollen in Löningen eine gute ärztliche Versorgung und machen deshalb keinen Unterschied zwischen selbstständigen und angestellten Ärzten“, sagte die CDUFraktionssprecherin Hedwig Knabke.

Bei zwei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen stimmteder Rat den veränderten Anträgen zu.


zum Bild:
Bericht der Nordwest-Zeitung vom 10.03.2021.


Quelle:
Nordwest-Zeitung vom 10.03.2021.