Presseberichte

Alltag soll weiter eingeschränkt werden

HOHE INZIDENZ - Kreisverwaltung arbeitet an schärferen Regeln – Mehr Kontrollen

Carsten Mensing Und Reiner Kramer

Es sind weitere Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens geplant. Sie werden wohl noch im Laufe der Karwoche in Kraft treten.

KREIS CLOPPENBURG. Auf Basis der neuen Corona-Bestimmungen des Landes arbeitet der Landkreis aktuell an weiteren Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens, die am Montag veröffentlicht werden sollen und somit noch im Laufe der Karwoche in Kraft treten werden. Die Maßnahmen würden aktuell auf Rechtssicherheit und Umsetzung geprüft und einschneidender als die geplanten Maßnahmen des Landes sein, teilte die Kreisverwaltung am Freitag mit.

Ausgangssperren

Um Ausgangssperren wird der Landkreis Cloppenburg dabei wohl nicht herumkommen. Bleibt die Frage, ob diese für den gesamten Kreis gelten werden oder nur für einzelne Kommunen mit hoher Inzidenz: In der Kreisstadt Cloppenburg etwa liegt die 7-Tagesinzidenz pro 100 000 Einwohner laut Berechnungen unserer Redaktion bei 334,1. In der Gemeinde Garrel liegt sie bei 286,7 und auch in Friesoythe (270,6) und Saterland (238,4) ist sie hoch. Beispielsweise Emstek (129,2) oder Lindern (40,8) weisen dagegen niedrigere Inzidenzen aus.

Mehr Kontrollen

Man habe bereits die Schlagzahl der Kontrollen in den vergangenen Wochen deutlich erhöht und werde auch die kommenden Maßnahmen gezielt umsetzen, erklärte Landrat Johann Wimberg. Er befinde sich dazu im engen Austausch mit der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta und sei auch im Gespräch mit dem Oldenburger Polizeipräsidenten Johann Kühme. Es sei das gemeinsame Ziel, den Personaleinsatz aufzustocken und Kontrollen auszuweiten. „Die Erfahrung lehrt uns, dass auch die strengsten Regeln und Maßnahmen nur dann helfen, wenn sie auch konsequent eingehalten werden“, meinte Wimberg.

Schnelltests

Auch nach Ostern wird der Landkreis weiterhin kostenlose Schnelltests für Erzieherinnen und Kindertagespflegepersonen anbieten, unabhängig davon, wie das Land Niedersachsen rechtliche Grundlagen zu diesem Thema schafft. „Die Aufrechterhaltung der momentan verbliebenen Notbetreuung in Kindertagesstätten und in der Kindertagespflege ist jeden Cent wert“, betonte der Landrat. Daher werde es auch nach Ostern möglich sein, dass die Einrichtungen über den Landkreis Schnelltests beziehen. Diese seien ein wichtiger Baustein zur Aufrechterhaltung des Angebots.

Die Kreisverwaltung hat die Liste der Anbieter von kostenlosen Schnelltests noch einmal erweitert und aktualisiert. Mehr als 50 Angebote von Ärzten, Apothekern, Hilfsorganisationen und Pflegeeinrichtungen gibt es aktuell. Und es sollen noch mehr werden.

Quelle: Nordwest-Zeitung v. 27.03.2021