Presseberichte

Löningen erhält 2200 Glasfaser-Anschlüsse

Ausbau von Glasfaser Nordwest in der Innenstadt beginnt planmäßig im kommenden Sommer

von Willi Siemer


Bereits im Sommer wird das Unternehmen „Glasfaser nordwest“ damit beginnen, in einem großen Teil der Löninger Innenstadt (siehe auch nebenstehende Karte) Glasfaserkabel zu verlegen. Damit erhalten nach Angaben von Geschäftsführer Christoph Meurer insgesamt bis zum kommenden Jahres 2200 Haushalte und Unternehmen in dem Ausbaubereich die Möglichkeit, sich über sogenannte FTTH-Anschlüsse schnelles Internet, Fernsehen und Telefon ins Haus zu holen. Die Abkürzung steht für „Fiber to the home“ und ist eine Verbindung, mit der Glasfaserkabel bis an die Dose in der Wohnung gelegt wird. Diese Art ist die bestmögliche, das heißt schnellstmögliche Breitbandverbindung, die Geschwindigkeiten von bis zu 1000 Mbit/s ermöglicht.

Andres als häufig bei ähnlichen Ausbauprojekten gibt es nach Aussage der Verantwortlichen keine Vorvermarktungsquote, das heißt es muss nicht abgewartet werden, bis ein bestimmter Prozentsatz von potenziellen Nutzern im Ausbaugebiet einen Nutzungsvertrag unterschrieben hat. Nach seinen Angaben will das Unternehmen Anfang 2022 mit der Vermarktung anfangen. Der Ausbau wird über Subunternehmen erfolgen und soll rund ein Jahr dauern. Die Leitungen werden zunächst nur auf öffentlichem Grund und Boden verlegt. Es wird jedoch bereits jeweils eine Abzweigung bis auf das Privatgrundstück an der Hauptleitung gelegt, so dass bei einem Vertragsabschluss nur noch auf dem Privatgelände die Leitung weiter zum Gebäude gezogen werden muss.

„Die ersten beiden Ausbaugebiete konzentrieren sich auf den Stadtkern und werden hier ein fast flächendeckendes Netz schaffen“, erklärte der Geschäftsführer während der Unterzeichnung der Vereinbarung mit der Stadt. Ob und wann weitere große städtische Siedlungsgebiete im Bereich Hohes Ufer und Windhorst nördlich der Umgehungsstraße angeschlossen werden, wollte oder konnte Meurer nicht beantworten.

„Mit diesem Projekt können wir parallel mit dem Weiße-Flecken-Ausbau-Programm gemeinsam mit dem Kreis vor allem für die Außenbereiche in den kommenden Jahren die wichtige Digitalisierung unserer Stadt ein gutes Stück vorantreiben“, freute sich Bürgermeister Marcus Willen.

Er habe gar nicht zu hoffen gewagt, dass Löningen schon so rasch in den Genuss der Planungen des Oldenburger Unternehmens komme, so Willen. Glasfaser Nordwest wurde Anfang 2020 als gemeinsames Unternehmen der Telekom und der EWE gegründet. Das Unternehmen hat sich nach Meurers Angaben zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren zwei Milliarden Euro in neue Glasfasernetze zu investieren und 1,5 Millionen Haushalte mit schnellem Breitband zu versorgen.

Als Besonderheit hob er hervor, dass dies ohne öffentliche Fördergelder geschehe. Das bedeutet vor allem, da das Unternehmen keine Internet-Anschlüsse vertreibt, dass es sein Netz anderen Telekommunikations-Anbietern zur Verfügung stellt. „In Löningen können die Bürger bei unseren Partnern EWE und Telekom buchen“, so Meurer. Ziel sei es, dass schon bald auch weitere Anbieter hinzukommen.


zum oberen Bild:
Bericht der Münsterlänsichen Tageszeitung vom 08.06.2021.

zum zweiten Bild:
Übersicht über die beiden Löninger Ausbaugebiete.

zu den weiteren Bildern:
Fotos: Stadt Löningen.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 08.06.2021.