Presseberichte

Sportpark Ringstraße: „Großer Wurf“ möglich

Machbarkeitsstudie stößt im Ausschuss auf breite Zustimmung

von Willi Siemer


Auf breite Zustimmung ist im Ausschuss für Familie, Bildung, Kultur und Gesundheit eine vom VfL Löningen in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie für einen „Sportpark Ringstraße“ gestoßen. Über diesen Tagesordnungspunkt gab es zwar keine formelle Abstimmung, aber an den Reaktionen und der Art der Nachfragen war zu erkennen, dass das Zukunftsprojekt mit positivem Interesse begleitet wird.

Sportstätten-Bauexperte Lüder Hoppe aus Bremerhaven war mit der Studie beauftragt worden. Er erklärte, wie sich das Sport- und Freizeitverhalten verändern werde. Die Trends könnten mit einem großen Kinderspielplatz und einem Bereich für Outdoorfitness aufgegriffen werden.

Die Überlegungen für den Ausbau nördlich der Ringstraße sind nach Aussage von Bürgermeister Marcus Willen indes nur Teil einer großen Lösung. Die betreffe nicht nur das Schulzentrum und die Verkehrsführung der Linderner Straße, sondern mache auch enge Absprachen und Einigungen zwischen dem Kreis als Träger des Gymnasiums und der Stadt notwendig.

Jubiläum erzeugt gewissen „Druck auf dem Kessel“

Da der Kreis als Teil eines umfassenden Sanierungskonzepts des Copernicus-Gymnasiums bis 2023 – dann steht das Partnerschaftsjubiläum der Schule mit Norfolk an – auch den Bereich vor der Schule bis zum Forum unter anderem für Veranstaltungen neu gestalten möchte, sei „etwas Druck auf dem Kessel“, formulierte es Fachbereichsleiter Jens Flerlage. Voraussetzung ist das Verlegen des Busbahnhofs von der Ringstraße an die Linderner Straße vor die Ludgeri-Realschule.

Die Verantwortlichen hoffen darüber hinaus, dass der geplante Kreisel an der Kreuzung Linderner Straße/Ringstraße und der Bau der Stichstraße zum neuen, ab August gebauten Feuerwehr-Gebäude mit den Arbeiten an der Ringstraße selbst koordiniert werden können. Deutlich wurde, dass hier erste Planungen für einen „großen Wurf“ mit einer Konzentration fast aller wichtigen Sportstätten in der Stadt möglich sind.

Das wird unter anderem an der ebenfalls vorgesehenen Doppeltribüne deutlich, die sowohl in Richtung B213 zum dort geplanten neuen Hauptplatz wie auch in Richtung Ringstraße zum dort vorgesehenen neuen Kunstrasenplatz ausgerichtet ist. Den hat der VfL Ende vergangenen Jahres beantragt. Der Verein hofft, dass bis zum Verwirklichen dieses Projektes Erfahrungswerte zur Oberflächengestaltung vorliegen. Die fünf Sportvereine der Stadtgemeinde, der VfL selbst, Winkum, Wachtum, Evenkamp und Bunnen, haben sich bereits über die Nutzungszeiten geeinigt.

Das alles hat natürlich auch seinen Preis: Ohne ein zentrales Umkleide- und Duschgebäude mit drei Einheiten veranschlagen die Planer knapp 3,8 Millionen Euro Gesamtkosten. Über diese Kosten müssen sich Kreis und Stadt ebenfalls verständigen, da beide für ihre Schulen die anteiligen Kosten übernehmen müssen. Ebenfalls nicht enthalten in der Kostenschätzung ist eine Tribüne an der Leichtathletik-Anlage, die die Schulen beantragt haben. Nach Informationen unserer Redaktion haben die Verantwortlichen bereits Gespräche geführt. Die Zeichen stehen gut für eine einvernehmliche Lösung.

Ohne große Diskussionen gaben die Mitglieder einstimmig eine Empfehlung zur Sanierung der Tartanbahn der Leichtathletik-Anlage. Der Belag muss 18 Jahre nach dem Bau erneuert werden. Dafür gibt es bereits eine grundsätzliche Förderzusage des Landkreises als Schulträger und aus der Schulbaukasse, sodass die Stadt Löningen für einen neuen Wassergraben und eine automatische Beregnungsanlage 133000 Euro zahlen müsste.


zum Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 30.06.2021.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 30.06.2021.