Presseberichte

90 Prozent Zuschuss für neuen Busbahnhof

Einstimmige Empfehlung im Ausschuss für Konzentration an Linderner Straße /Realschule erhält neuen Schulhof

von Willi Siemer


Die Bushaltestellen in Löningen werden neu geordnet und vor der Realschule an der Linderner Straße konzentriert. Das hat der Ausschuss für Familie, Bildung, Kultur und Gesundheit nach kurzer Beratung einstimmig dem Rat empfohlen. Gleichzeitig wird die Verwaltung beauftragt, die Arbeiten auszuschreiben und die nötigen Umlegungen vorzunehmen.

Geplant ist dabei, sowohl den zentralen Omnibusbahnhof an der Lindenallee zum großen Teil und die Haltestellen an der Ringstraße vor dem Gymnasium komplett an der Linderner Straße zu konzentrieren. Damit würde künftig der Busbahnhof an der Linderner Straße Ankunfts- und Abfahrtsort der Fahrschüler des Copernicus-Gymnasiums wie auch der Gutenbergschule im Schulzentrum sein. Die Entscheidung könnte den Kommunalpolitikern ungewohnt leicht gefallen sein, weil das Projekt zum größten Teil fremdfinanziert werden kann. 100000 Euro der veranschlagten 800000 Euro muss die Stadt selbst tragen. Die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) gibt 75 Prozent (600000 Euro); der Kreis 12,5 Prozent (100000 Euro).

Parallel könnte der Schulhof der Realschule vergrößert werden. Die Überlegungen zwischen Einrichtung und Verwaltung seien bereits konkret, hieß es. Der Schulhof könnte um 1400 Quadratmeter größer werden.

Die aktuelle Pausenfläche zwischen Schule und Forum Hasetal wird als zu klein angesehen. Überlegt wird, diesen Bereich in Zukunft als Ersatz für die wegfallenden Parkplätze vor dem Gebäude sowohl für die Schule wie fürs Forum Hasetal zu nutzen. Der Haupteingang könnte ebenfalls an diese Seite verlegt werden. Aus dem bisherigen Nebeneingang würde der Hauptzugang.

Hintergrund ist die Neu- und Umgestaltung des Vorplatzes des Copernicus-Gymnasiums zwischen Hallenbad und musischem Trakt. Dort soll eine Open-Air-Veranstaltungsfläche unter anderem für die CGLSommerkonzerte entstehen. Gleichzeitig ist ein großer neuer Parkplatz mit mehr als 70 Plätzen als Ersatz für die wegfallenden Stellflächen auf der anderen Seite der Ringstraße neben der großen Sporthalle geplant.

Für den neuen Busbahnhof gelte es, „Geschwindigkeit aufzunehmen“ und das Projekt bis zum Ende der Sommerferien 2022 abzuschließen, so Jens Flerlage von der Stadtverwaltung. Der Grund? Die Pläne des Kreises und des Gymnasiums. Umfassende Sanierungsarbeiten stünden an; der Vorplatz sei Teil des letzten Abschnitts. Bis zum Frühjahr 2023, passend zu den Jubiläumsfeierlichkeiten der Partnerschaft der Löninger mit der Norfolk Academy, wolle man dort fertig sein.

Die Maximilian-Kolbe-Förderschule, die nach den Planungen der Kreisverwaltung einen Neubau auf der anderen Seite der Realschule erhalten soll, ist nach Aussage von Bürgermeister Marcus Willen so gut wie nicht betroffen. Die Kinder kommen meist mit Kleinbussen oder Taxen zur Schule. Den Busbahnhof nutzen sie nicht.

Zwischen dem Vorplatz und dem an der Kreuzung Linderner Straße/Ringstraße geplanten Kreisverkehr, der gleichzeitig als Wendemöglichkeit dient, sind bis auf Höhe des Hallenbads nach Angaben von Flerlage auf 220 Metern Länge Haltezonen und jeweils zugeordnete Wartehäuschen für sieben Gelenkbusse vorgesehen. Zudem wird es vier reguläre Haltestellen direkt vor der Schule für Solobusse geben. „Wenn es gelingt, die Projekte so umzusetzen, ist dies eine riesengroße Chance für alle Beteiligten“, so Flerlage. Er kündigte an, dass bis zum August schräg gegenüber die Baustraße für das neue Feuerwehrgebäude entsteht.


zum Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 01.07.2021.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 01.07.2021.