Presseberichte

Verwaltung gelingt rasche Kita-Lösung

25 fehlende Plätze werden bis zum 1. Oktober mit vierter Regel-Gruppe im Elisabeth-Kindergarten geschaffen

von Willi Siemer


Über eine „tolle Lösung in schwieriger Zeit“ freute sich Löningens Bürgermeister Marcus Willen, als er die Pläne der Stadtverwaltung zum kurzfristigen Aufbau einer weiteren Kindergarten-Regelgruppe nach den Sommerferien vorstellte. Sie wird in Kooperation mit dem Caritas-Sozialwerk St.-Elisabeth aus Lohne im St.-Elisabeth-Kindergarten an der Bunner Straße umgesetzt.

Die kleine Bewegungshalle wird dabei zu einem vierten Gruppenraum mit 25 Plätzen umgestaltet. Als Ersatz kauft die Stadt von einem örtlichen Unternehmer zwei Container, die zu einem 64 Quadratmeter großen Raum mit 13 Metern Länge und fünf Metern werden. Das alles wird dann vor dem Haus aufgestellt und durch einen Fensterdurchbruch zugänglich gemacht. In den Containern kann dann geturnt und getobt werden.

Die Aktion ist nötig, da nach den Ferien trotz der Anstrengungen der Stadt mit inzwischen fast 600 Kita-Plätzen noch 25 Plätze für Drei- bis Sechsjährige fehlen. Das entspricht einer Regelgruppe.

Die Planungen wurden auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Familie, Bildung Kultur und Gesundheit einstimmig dem Rat zur Annahme empfohlen. Ausdrückliches Lob für die schnelle Übergangslösung gab es von Egbert Schäpker (Gruppe Grüne/Linke).

Auch die Diskussion über fehlende Plätze in den Dorf-Kindergärten in Bunnen und Benstrup dürfte verstummen. Denn die Stadtverwaltung wird zwar kein Angebot in den beiden Orten schaffen. Zumindest ist es nach ihren Angaben aber gelungen, dem Wunsch der Eltern nach Fahrgemeinschafts- Möglichkeiten und Dorfkinder-Zusammenhalt zu entsprechen. Konkret: Alle Bunner Kinder, die nicht in den St.-Michel-Kindergarten gehen können, werden in einer Gruppe im Elisabeth-Kindergarten an der Bunner Straße betreut. Die Benstruper Kinder werden ab dem Sommer in einer Gruppe im Marien-Kindergarten spielen und toben können.

Zudem gibt es nach Angaben von Fachbereichsleiter Ulrich Keil Hoffnungen, dass der Kita-Besuch in den beiden Löninger Einrichtungen für diesen Jahrgang, so es denn der Wunsch der Eltern sein sollte, ein einjähriges Intermezzo bleibt. Nach den bisherigen Zahlen können sie wahrscheinlich zurückkehren, da sich die Situation im Sommer 2022 deutlich entspannen wird. Dann verlassen statt der 118 Mädchen und Jungen in diesem Jahr fast 150 die Kindergärten Richtung Grundschulen.

Wie schwierig eine verlässliche Planung ist, machte Bürgermeister Marcus Willen mit dem Hinweis auf inzwischen 14 Kinder deutlich, die seit dem Abschluss der Anmeldefrist mit ihren Eltern nach Löningen gezogen sind. „Wir wollen versuchen, auf Dauer vor diese Welle zu kommen und ausreichend Plätze zur Verfügung zu haben“, betonte Willen. Trotz der raschen Planungen könnten die zusätzlich benötigten Betreuungsplätze nicht rechtzeitig zum 1. August zur Verfügung stehen, kündigte er an: „Wir hoffen auf den 1. Oktober.“

Die Bedarfe sieht Willen in der Stadt. Es sei keine komplette zusätzliche Gruppe mit 25 Kindern auf den Dörfern in Sicht. Der limitierende Faktor in den jüngsten Planungen seien die benötigten zusätzlichen Erzieherinnen gewesen, betonte Willen. Der Markt sei leergefegt. Der Bürgermeister wertete es als Erfolg, dass es dem Caritas-Sozialwerk dank intensiver Suche gelungen sei, zwei Erzieherinnen einzustellen.


zum Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 02.07.2021.


Quelle:
Münsterländische Tageszeitung vom 02.07.2021.