Presseberichte

KLINIK-KRISE: Gutachten in Emstek auf Weg gebracht. Bürgermeister Michael Fischer betont Steigerung

Quelle: Nordwest-Zeitung vom 06.12.2012

Es müsse nicht über neue Arbeitsfelder in Emstek nachgedacht werden. Die Ansätze müssten nur weiterentwickelt werden.

VON REINER KRAMER

CLOPPENBURG Die freiwillige Stundung des Weihnachtsgeldes und der Tarifsteigerungen, über die die Mitarbeiter der vier Krankenhäuser am Mittwoch informiert worden sind, soll nach NWZ -Informationen den Katholischen Kliniken Oldenburger Münsterland so lange Luft geben, bis die Regionalkommission Nord entschieden hat. Danach erlischt die Stundung formal wieder. Die Kommission trifft – wie berichtet – am 18. Dezember mit den Mitarbeitervertretungen und der Geschäftsführung zusammen.

Derweil hat es erste Gespräche bezüglich eines eigenen Gutachtens gegeben, das die Gemeinde Emstek gemeinsam mit dem Kuratorium der St.-Antonius-Stiftung als Trägerin des Emsteker Krankenhauses auf den Weg bringen will (die NWZ berichtete). Eingebunden sind auch „die vor Ort handelnden Experten“, heißt es in einer Pressemitteilung von Emsteks Bürgermeister Michael Fischer vom Mittwoch. Am gleichen Tag sollte das Gutachten auf den Weg gebracht werden. Darin sollen die Chancen und Risiken für den Standort Emstek „offen und ehrlich“ bewertet werden. Kurzfristig sollen Ergebnisse vorliegen.

Fischer machte nochmals deutlich, dass das Emsteker Haus im Vergleich zu vielen anderen Häusern „optimal für besonders hochwertige Operationen ausgerüstet“ sei. „Operationen, die besonders sterile und keimfreie Voraussetzungen benötigen, wie jegliche Operationen an Knochen, sind unter optimalen Bedingungen im Bereich der KKOM nur in den hochmodernen Operationssälen des Emsteker Krankenhauses möglich.“ Die Emsteker Knochenbank sei zudem ein „Alleinstellungsmerkmal“. Die Krankenzimmer seien optimal ausgestattet. Gerade in diesem Jahr wurde noch die sogenannte Intermediate Care Station eröffnet, die den Patienten eine größtmögliche Sicherheit und Überwachung nach operativen Eingriffen böte. Rund eine Million Euro wurde investiert. An anderen Standorten müssten Millionen investiert werden, was bei der aktuellen Situation bekanntlich unrealistisch sei.

Der Verwaltungschef machte auch deutlich, dass die Krise des Trägers den Emsteker Standort – ebenso wie Löningen – in der Phase einer stetig steigenden Nachfrage treffe. „Seit Monaten steigen die Patientenzahlen stetig, was anhand der Belegungsübersicht deutlich ersichtlich ist“, so Fischer.

Daher müsse in Emstek nicht über völlig neue Arbeitsfelder nachgedacht werden, sondern die vorhandenen Ansätze so zukunftsorientiert weiterentwickelt werden, dass eine tragfähige Grundlage für eine wirtschaftliche Weiterführung des Standortes Emstek erreicht werden könne.

„Sehr wirkungsvoll“ seien die unterschiedlichen Gremien unterwegs, bekräftigte CDU-Bundestagsabgeordneter Franz-Josef Holzenkamp gegenüber der NWZ , ohne sich zu Details äußern zu wollen.

Derweil sind in den Häusern die Umfragen zur freiwilligen Stundung des Weihnachtsgeldes angelaufen.

@ http://www.NWZonline.de/klinik-krise

[Den vollständigen Bericht finden Sie in der NWZ]