Presseberichte

Einer muss koordinieren. Zum Sanierungsprozess in den Kliniken

Quelle: Oldenburgische Volkszeitung vom 04.12.2012

Von Ulrich Suffner

Oldenburger Münsterland (ots). Die arbeitsrechtliche Kommission der Caritas hat sich vertagt und damit die Krise der Katholischen Kliniken Oldenburger Münsterland zugespitzt. Bis Weihnachten muss das Sanierungskonzept auf dem Tisch liegen, sonst droht die Insolvenz.
Der Caritas-Kommission kann man keinen Vorwurf machen: Die Frage, ob die Mitarbeiter des in Finanznot geratenen Klinikverbundes auf ihr Weihnachtsgeld verzichten müssen, konnte gar nicht abschließend beraten werden. Es lagen keine ausreichenden Zahlen auf dem Tisch. Das zeigt noch einmal schlaglichtartig die betriebswirtschaftlichen Defizite.

Angesichts des Zeitdrucks ist es nun wichtig, dass alle Beteiligten die Nerven behalten und gemeinsam und besonnen an einem tragfähigen Sanierungskonzept arbeiten. Da ist es ein gutes Zeichen, dass erstmals der neue Wirtschaftsausschuss zusammentrat.

Erst wenn die Umsetzung des Sanierungsplanes beginnt, werden Mitarbeiter, Bürger und Banken neues Vertrauen fassen. Wichtig ist, dass die notwendigen Schritte zur Heilung des Patienten in den nächsten Tagen und Wochen vernünftig koordiniert werden. Die vielen sinnvollen Vorschläge und Ideen müssen irgendwo zusammenlaufen. Einer muss den Hut auf haben.

Diese Aufgabe könnte der Weihbischof gemeinsam mit einem erfahrenen Moderator übernehmen. Im Gespräch ist auch, dass das Offizialat in Vechta mit einer Bürgschaft für die KKOM in Vorleistung geht. Die Kirchenbehörde würde den anderen Akteuren in diesem heiklen Sanierungsprozess die nötige Sicherheit geben, sich Schritt für Schritt vorzuwagen - zum Wohl der bedrohten Kliniken.

Pressekontakt:
Oldenburgische Volkszeitung
Andreas Kathe
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