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KRANKENHAUS-KRISE: DRK-Präsident Seiters soll Gespräche vermitteln. Clemens gr. Macke bringt Namen i

Quelle: Nordwest-Zeitung vom 03.12.2012

VON REINER KRAMER

EMSTEK/LÖNINGEN Scharf ins Gericht gegangen sind am Freitagabend bei den Kundgebungen in Emstek und Löningen zum Erhalt der Krankenhäuser Politiker und Vertreter der Mitarbeiter mit der Klinikführung der Katholischen Kliniken Oldenburger Münsterland und auch mit dem Offizialat in Vechta.

„Ihre Wut kann ich verstehen, ich bin auch wütend“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Clemens gr. Macke in Löningen. Er forderte gleichwohl auf, nicht nachzutreten, sondern kühlen Kopf zu bewahren. Gr. Macke: „Wir wollen, wir müssen und wir werden“ die Krankenhäuser behalten, kein Altenheim und keine KKOM-Außenrepräsentanz. Gr. Macke brachte Rudolf Seiters als Vermittler ins Spiel, ehemaliger Bundes-Innenminister und heute Präsident des Deutschen Roten Kreuzes. Als Papenburger habe er genügend Abstand, kenne sich aber gleichwohl aus. „Er ist jemand, dem ich zutraue, in dieser verfahrenen Situation die richtigen Fragen zu stellen und die richtigen Antworten vorzubereiten.“

SPD-Landtagsabgeordnete Renate Geuter betonte die Notwendigkeit einer wohnortnahen Grundversorgung. Aus der Pflicht lassen wollte sie auch nicht das Offizialat, das – wie schon im Falle Kühling – sich darauf herausrede, im Rahmen ihrer Stiftungsaufsicht wäre die Schieflage für sie nicht erkennbar gewesen. Das Offizialat müsse sich zu ihrer Verantwortung bekennen – auch finanziell.

Unter den rund 7000 Demonstranten in Löningen waren auch Annamarie Drescher und ihr Mann Manfred: Beide sind sich einig: „Hier wird man noch als Mensch behandelt.“ Das Haus sei für Qualität bekannt. Von der Nachricht, dass das St.-Anna-Stift vor dem Aus stehe, seien sie „völlig überrascht“ worden. Auch Sarah Övermeyer, die im Altenheim St. Franziskus arbeitet, bekundete ihre Unterstützung: „Die Wege nach Cloppenburg oder Quakenbrück sind zu weit, um Notfallpatienten schnell versorgen zu können“, sagte sie.

Seine Solidarität für den Kampf zum Erhalt des Hauses bekräftigte auch Pastor Bertholt Kerkhoff.

In Emstek machte Bürgermeiste Michael Fischer nochmals seien Unmut darüber deutlich, dass keine verlässlichen Zahlen geliefert worden seien. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Franz-Josef Holzenkamp will sich in Berlin für eine Angleichung der Basisfallpauschalen einsetzen – diese haben entscheidend dazu beigetragen, dass die Katholischen Kliniken in finanzielle Schieflage geraten sind. Die Anträge, die es dazu derzeit im Bundesrat gebe, müssten durchgebracht werden, so Geuter in Löningen.

Prof. Dr. Jörg Ohnsorge, Ärztlicher Direktor des Emsteker Krankenhauses, betonte, das Haus sei kernsaniert und auf höchstem Niveau ausgestattet. Die Behandlungszahlen seien noch nie so hoch gewesen wie heute. Die Krise komme im Aufschwung.

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