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FINANZKRISE: Gespräche mit Klinikverbund aus Münster. St.-Franziskus-Stiftung als Partner im Gespräc

Quelle: Nordwest-Zeitung vom 29.11.2012

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Holzenkamp will die Schließungspläne nicht akzeptieren. Emstek will eigene Lösungsansätze finden.

VON REINER KRAMER

CLOPPENBURG/EMSTEK/LÖNINGEN Der Aufsichtsrat der Katholischen Kliniken Oldenburger Münsterland hat sich in seiner Sitzung am Mittwochabend mit einem möglichen Einstieg der St.-Franziskus-Stiftung aus Münster beschäftigt.

Mit dem Klinikverbund, der bereits 2007 als möglicher Partner für das damals bereits einmal in finanzielle Schieflage geratene Cloppenburger Krankenhaus in Verbindung gebracht worden war, werden derzeit Gespräche geführt, bestätigte Ludger Heuer, Pressesprecher des Bischöflich Münsterschen Offizialats (BMO). Diese sollen bereits weit fortgeschritten sein. Die Geschäftsführung der KKOM wollte sich dazu am Mittwoch nicht äußern.

An die gemeinnützige St. Franziskus-Stiftung Münster – die größte katholische Krankenhausgruppe in Nordwestdeutschland – sind derzeit 15 Krankenhäuser sowie neun Behinderten- und Senioreneinrichtungen in den Ländern Nordrhein-Westfalen und Bremen angeschlossen. Rund 11 000 Mitarbeiter sind darin beschäftigt. Nach Unternehmensangaben stehen in den Einrichtungen über 4000 Krankenhausbetten und rund 1000 Pflege- und Wohnplätze zur Verfügung.

Keine Angaben wollte BMO-Pressesprecher Heuer darüber machen, ob es derzeit Gespräche mit weiteren möglichen strategischen Partnern gebe. Darüber schwieg sich auch die Klinikleitung aus.

„Mit mir wird es eine Schließung des Krankenhauses in Emstek nicht geben“, sagte derweil der CDU-Bundestagsabgeordnete Franz-Josef Holzenkamp (Garthe) im Gespräch mit der NWZ . In zahlreichen Runden habe er sich in den vergangenen Tagen mit dem Thema auseinandergesetzt, zuletzt am Dienstagabend als Kuratoriumsmitglied der Stiftung St. Antonius – die das Krankenhaus trägt – im Gespräch mit Vertretern des Kuratoriums, der Emsteker CDU-Fraktion, des CDU-Gemeindeverbandes sowie der Ärzteschaft.

Resultat des Treffens: Man wolle sich nicht länger auf die KKOM-Verantwortlichen verlassen, sondern nach eigenen Lösungsansätzen suchen. Konkret könnte das auch ein Ausscheiden aus dem Verbund zur Folge haben, denn, so Holzenkamp: Den Sanierungsplan der Geschäftsführung, der vorsieht, die Orthopädie aus Emstek nach Cloppenburg zu ziehen und dafür in Emstek die KKOM-Verwaltung sowie die Palliativ-Abteilung anzusiedeln, „können wir nicht akzeptieren“. Holzenkamp: „Wir wollen eine Zukunft gewährleistet sehen. Ob innerhalb der KKOM oder außerhalb.“

Stellung bezogen hat am Mittwochabend vor den Mitarbeitervertretungen Weihbischof Heinrich Timmerevers, für diesen Donnerstag ist eine Pressekonferenz angesetzt.

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[Den vollständigen Bericht finden Sie in der NWZ]