Presseberichte

FINANZMISERE: Caritas sucht Hilfe beim Gesundheitsminister. Probleme der Kliniken – Aufruf zu Unters

Quelle: Nordwest-Zeitung vom 28.11.2012


Gerhard Tepe fordert, die Überschüsse der gesetzlichen Krankenkassen den Kliniken zugutekommen zu lassen. Die Rahmenbedingungen würden immer schwieriger.

VON NORBERT WAHN

OLDENBURGER LAND Nach einem Brief an die niedersächsische Sozialministerin wenden sich Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter der Caritas in Niedersachsen in Sachen Krankenhäuser nun auch an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr. In einer am Dienstag an alle Einrichtungen versandten zweiseitigen Petition fordern sie unter anderem „eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen“, einen „höheren Stellenwert der Pflege in der Gesellschaft“.

„Die Rahmenbedingungen für die Krankenhäuser werden immer schwieriger. Wir fordern deshalb, die Überschüsse der gesetzlichen Krankenkassen den Kliniken zugutekommen zu lassen“, erklärte Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe (Vechta) am Dienstag in Berlin.

Die bedrohliche wirtschaftliche Lage katholischer Krankenhäuser habe sich weiter verschärft, heißt es in dem Schreiben. Die Gründe hierfür seien „in der Gesamtheit im Wesentlichen immer dieselben“: unzureichende Rückvergütung von Personal- und Sachkosten, Mehraufwand durch den Einsatz von Honorarärzten auf Grund eines sich verstärkenden Ärztemangels.

Tepe, der auch Vorsitzender der niedersächsischen Krankenhausgesellschaft ist, weiß zudem, dass die Katholischen Krankenhäuser im Oldenburger Münsterland (KKOM) – die Standorte Emstek und Löningen sollen aufgegeben werden – nicht allein von diesem Problem betroffen sind. „40 Prozent der Krankenhäuser in Niedersachsen, und das sind fast 200, schreiben rote Zahlen. Es ist also kein spezielles Problem der KKOM.“

Die an Krankenhäuser versandte Petition liegt an allen Pforten der Krankenhäuser aus. Darin werden auch die Bürger zur Unterschrift aufgerufen. Die Unterschriftenlisten sollen am 17. Dezember Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr in Damme überreicht werden.

Von den insgesamt rund 200 Krankenhäuser in Niedersachsen sind 52 in katholischer Trägerschaft. Die Caritas in Niedersachsen beschäftigt in insgesamt 1357 Einrichtungen 38 492 Mitarbeiter.

@ Ein Spezial unter http://www.NWZonline.de/klinik-krise

[Den vollständigen bericht finden Sie in der NWZ]