Presseberichte

KRANKENHÄUSER: Rahmenbedingungen müssen stimmen. Pohlmann-Kritik gilt „Kostensteigerung bei niedrig

Quelle: Nordwest-Zeitung vom 24.11.2012

Der stellvertretende Caritasdirektor sieht weitere Standorte in potenzieller Gefahr. Daher gibt es für ihn dringenden Handlungsbedarf.

VON CHRISTOPH FLOREN

VECHTA Die Debatte um das Millionen-Defizit der Krankenhäuser in Vechta, Cloppenburg, Emstek und Löningen hält an. Auf Nachfrage der NWZ bezieht der stellvertretende Caritasdirektor Dr. Martin Pohlmann (Vechta) Position. Er ist Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Krankenhäuser im Offizialatsbezirk Oldenburg, und Beiratsmitglied der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft.

Aufsichtsräte im Blick. Auf Anfrage der NWZ erklärte Pohlmann: „Die Rolle der Aufsichtsgremien muss man in Ruhe prüfen. Viel wichtiger sind aus Sicht des Landes-Caritasverbandes die Rahmenbedingungen.“ In diesem Zusammenhang verwies er darauf, dass „40 Prozent der rund 200 Krankenhäuser in Niedersachsen 2012 rote Zahlen geschrieben haben.“ Für 2013 rechnet der Experte mit einer nochmaligen Verschärfung der Situation.

Der Grund für diese Entwicklung liegt für ihn auf der Hand: „Die Kostensteigerung bei gleichzeitig niedrig bleibender Budgetierung. Davon wird auch das Oldenburger Land nicht verschont bleiben“. Vor diesem Hintergrund, so unterstreicht Pohlmann, „wird sich die Caritas in Niedersachsen in den kommenden Wochen nochmals an das Bundesgesundheitsministerium wenden“. Ziel dieses Vorstoßes sind Nachbesserungen bei der Finanzierung von Kliniken.

Angesichts der Ernsthaftigkeit der Lage stellt Pohlmann unmissverständlich klar: „Entweder die Politik verändert die Situation, oder es wird andere Häuser ebenfalls schmerzlich treffen.“


Kliniken im Verbund. Im Bereich des Landes-Caritasverbandes zu Oldenburg (LCV) bestehen derzeit neben den Katholischen Kliniken Oldenburger Münsterland mit den Kardinal-von-Galen-Kliniken in (Lohne und Damme) und der Hospitalgesellschaft Jade-Weser zwei weitere Krankenhausverbünde.

[Den vollständigen Bericht finden Sie in der NWZ]