Presseberichte

Familiäre Fürsorge oder Machtkampf?

Quelle: Münsterländische Tageszeitung vom 12.10.2012

Verhärtete Fronten zwischen Tanzabteilung und geschäftsführendem VfL-Vorstand wegen Sonntagstraining

Von Hermann Huge

Löningen. Zwischen der Abteilung Jazztanz/Ballett und dem geschäftsführenden Vorstand des Sportvereins VfL Löningen mit dem Vorsitzenden Stefan Beumker an der Spitze gärt es seit vielen Monaten. Dabei sind die Fronten offensichtlich so verhärtet, dass der Vorsitzende sogar die „sofortige Auflösung der Abteilung“, die rund 160 Mitglieder umfasst und zahlreiche Erfolge vorweisen kann, in den Raum stellt. Die Gegenseite spricht von einer möglichen „Machtdemonstration“, was wiederum der Vorsitzende vehement bestreitet.

Offiziell geht es dem Vorstand um das Trainingsverbot am Samstagnachmittag und Sonntag, das die Abteilung Jazztanz/Ballett „offensichtlich ganz bewusst missachten“, so der Vorsitzende in einer Mail an die Abteilungsleitung. Der VfL biete an diesen Tagen grundsätzlich keinen Trainingsbetrieb an, das gelte für alle Abteilungen. Ausgenommen seien lediglich Punktspiele, Turniere und besondere Trainingseinheiten.

Der Vorstandsbeschluss des Trainingsverbotes speziell am Sonntag sei ganz bewusst im Sinne eines „familienfreundlichen Sportvereins“, als den sich der VfL verstehe, gefasst worden. An den müsse sich auch die Tanzabteilung halten.

Deren Mitglieder aber trainieren seit Anfang 2011 jeweils sonntagabends zwei Stunden in der Sporthalle am Stockkamp. Doris Schmedding, gelernte Dipl.-Gesundheits- und Sportlehrerin sowie Tanzpädagogin, leitet seit 15 Jahren die Tanzabteilung des VfL. Sie hält die Trainingszeiten-Diskussion für vorgeschoben und glaubt, den Grund für die jetzigen Spannungen zu kennen. „Solange ich keine Forderungen gestellt habe, gab es keine Schwierigkeiten.“

[Vollständiger Bericht in der MT]