Presseberichte

Die Hase auf dem Weg zum Grand Canyon. Zu hohe Fließgeschwindigkeit: Fluss gräbt sich immer ...

zurück zur Übersicht, 14.12.2012, Quelle: Münsterländische Tageszeitung vom 13.12.2012

(Foto: NLWKN)

Von Matthias Ellmann


Löningen – Den schlechten Zustand der Hase beklagt der Löninger Fischereiverein schon lange. Nachdem der Verein im Spätsommer mit einer spektakulären Aktion, einer Vorstandssitzung in der Hase, auf den in den Sommermonaten viel zu niedrigen Wasserstand des Gewässers hinwies, referierte jetzt Ralf Jaspers vom Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Cloppenburg vor dem Löninger Fachausschuss für Planung und Bauen über die Ursachen, aber auch über mögliche Lösungsvorschläge.

Hauptgrund für den niedrigen Wasserstand, aber auch für Uferabbrüche ist die zu hohe Fließgeschwindigkeit der Hase. Diese habe seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts durch Ausbau- und Begradigungsmaßnahmenmaßnahmen stark zugenommen, so Jaspers. „Die Laufstrecke der Hase ist in dem Bereich vom Zusammenfluss Lager Hase und Essener-Kanal bis zur Einmündung Löninger-Mühlenbach von 1900 bis zum Abschluss des Ausbau in den 1960-er Jahren von 16 Kilometer auf elf Kilometer verkürzt worden.

„Der Höhenunterschied zwischen Essen und Löningen aber ist geblieben, die Fließgeschwindigkeit hat sich erhöht“, erklärte der NLWKN-Fachmann. Die Folge: Das Flussbett gräbt sich wegen der zu starken Strömung von Jahr zu Jahr immer tiefer in seine Sohle ein und produziert dadurch nicht nur Böschungsabbrüche, sondern sorgt auch für ein starkes Absinken des Wasserstandes in den Altarmen der Hase.

[Den vollständigen Bericht finden Sie in der MT]