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Carstens-Plan „überlegenswert“. KKOM-Geschäftsführung will Ideen im eigenen Konzept berücksichtigen.

zurück zur Übersicht, 29.12.2012, Quelle: NWZ-Online vom 28.12.2012

Die Eigenversorgung der Katholischen Kliniken müsse deutlich erhöht werden. Carstens drängt aber zur Eile bei der Umsetzung.

Reiner Kramer

Oldenburger Münsterland. Die Geschäftsführung der Katholischen Kliniken Oldenburger Münsterland hält die Sanierungsvorschläge von Manfred Carstens für „überlegenswert“. Diese würden bei der Erarbeitung des Zukunftskonzeptes „berücksichtigt“. Das ließ KKOM-Geschäftsführer Michael gr. Hackmann auf NWZ -Anfrage am Donnerstag mitteilen.

„Die KKOM müssen die Eigenversorgung, vor allem in Cloppenburg erhöhen, das hat Herr Carstens richtig gesehen, daran arbeiten wir auch“, so gr. Hackmann. Die Eigenversorgung gibt an, wie viel Prozent sich in ihrer eigenen Region behandeln lassen.

Das Problem sei aber der „hohe Nachholbedarf“, der in Cloppenburg bestehe. „Um Kosten zu sparen, ohne die Leistungsfähigkeit zu schmälern – darauf kommt es an – muss eine Spezialisierung der Häuser vorangetrieben und von allen Beteiligten auch umgesetzt werden“, so gr. Hackmann.

Wie berichtet, hatte Carstens ein Konzept erarbeitet, dass die Fortführung aller vier Krankenhäuser zum Ziel hat. Als maßgeblich sieht das Konzept die Erhöhung der Eigenversorgungsquote vor. Carstens sieht mehr als 66 Prozent als Ziel an, das vor allem aus Cloppenburg geleistet werden müsse. In Vechta müsse diese von derzeit etwa 70 auf 75 Prozent erhöht werden. Carstens schlägt eine Umwandlung in eine Holding-Gesellschaft mit den vier Krankenhäusern als Untergesellschaften vor, die jedoch selbst für ihr Wirtschaftsergebnis verantwortlich sein sollen. Jeder Standort solle einen eigenen Geschäftsführer erhalten.

Carstens drängt zur Eile, denn er sieht die Gefahr, dass bis zur Umsetzung zu viel Zeit vergeht und es etwa zur Abwerbung von Ärzten und Fachkräften kommt. Zudem würden Patienten und Ärzte zunehmend verunsichert. Noch sei es möglich, die Standorte in Emstek und Löningen zu erhalten – aber nur, wenn das Konzept angenommen werde. Man dürfe das Konzept nicht wochenlang in der Schwebe halten.

Die KKOM-Geschäftsführung versichert: „Alle an uns gerichteten Vorschläge finden Eingang in die Erarbeitung des Zukunftsprojektes.“

Auf die Frage, ob man angesichts des Carstens-Vorschlags die Erarbeitung des Sanierungskonzepts beschleunigen würde, gab es von Seiten der Geschäftsführung allerdings keine Antwort. Wie berichtet, will die Geschäftsführung das Zukunftskonzept für die Kliniken Ende Januar vorlegen.

[Den Originalbericht finden Sie: HIER]