Presseberichte

Direktkandidat der Grünen löst Skandal aus

zurück zur Übersicht, 01.01.2013, Quelle: Münsterländische Tageszeitung vom 31.12.2012

(BILD: Bündnis 90/Die Grünen)

Von Angelika Hauke

Cloppenburg/Löningen. Knapp drei Wochen vor der Landtagswahl in Niedersachsen sorgt der Direktkandidat der Grünen im Kreis Cloppenburg, Ulf Dunkel, für einen Skandal. Der Löninger Unternehmers hat sich in einem Gedicht recht drastisch gegen die Beschneidung von Jungen geäußert. Der Zentralrat der Juden forderte die Partei auf, die Kandidatur Dunkels zurückzuziehen, der auf Listenplatz 34 steht. Wie der Kreisvorsitzende der Grünen, Michael Jäger, sagte, hat Ulf Dunkel mittlerweile gegenüber dem Landesvorstand erklärt, im Falle eines Sieges das Mandat nicht anzutreten. „Da es unwahrscheinlich ist, dass wir in Südoldenburg ein Direktmandat erringen, handelt es sich um eine symbolische Geste“, erklärte Jäger. Ein Rückzug von der Kandidatur sei aus formalen Gründen nicht mehr möglich.

Ulf Dunkel selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. „Inzwischen hat er auch Morddrohungen bekommen und geht nicht mehr ans Telefon oder Handy“, begründete Jäger. Ihm gegenüber habe Dunkel eingeräumt, übers Ziel hinausgeschossen zu sein. „Einige Formulierungen waren zu scharf und zu drastisch.“ Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus könnten Ulf Dunkel allerdings nicht unterstellt werden. „Wir kennen ihn und seine Einstellungen. So ist er nicht“, sagte der Kreisvorsitzende der Grünen. Ulf Dunkel selbst hat erst zu Mittwoch eine Erklärung angekündigt.

[Den vollständigen Bericht finden Sie in der MT]