Presseberichte

1500 Demonstranten beim Weihbischof. Timmerevers stellt sich und erntet Pfiffe und Buh-Rufe

zurück zur Übersicht, 05.01.2013, Quelle: Münsterländische Tageszeitung vom 05.01.2013

(Foto: Kulgemeyer)

Von Hubert Kulgemeyer

Das hat das Antoniushaus in Vechta in seiner über 100-jährigen Geschichte auch noch nicht erlebt. Rund 1500 Besucher füllten den Garten der Exerzitien- und Tagungsstätte am Samstag, Dort, wo sonst eher Ruhe und Besinnlichkeit herrschen, ertönte ein gellende Pfeiffkonzert, als Weihbischof Heinrich Timmerevers ans Mikrofon trat.

Der Neujahrsempfang des Weihbischofs wurde kurzerhand zu einer Kundgebung für den Erhalt der Krankenhäuser in Cloppenburg, Emstek, Löningen und Vechta umgemünzt. Statt Jahresrückblick und Auschau, gab es laute Töne. Mitarbeitervertreter der Krankenhäuser forderte die Unterstützung der Kirche ein und der Weihbischof erntete mächtige Kritik.
Mit 14 Bussen und zahlreichen Pkw waren Bürger aus Emstek und Löningen nach Vechta gereist, um zu demonstrieren. Aus Lindern waren Personen mit sechs Traktoren zur Tagesstätte angereist, aber auch aus Cloppenburg, Vechta und Lohne kamen Demonstranten. Rund 1500 Personen waren gekommen, schätzte die Polizei.
Anders als ursprünglich geplant, stellte sich Timmerevers den Demonstranten. Seine Neujahrsansprache wurde kurzfristig nach draußen verlegt und befasste sich ausschließlich mit der Krankenhaus-Krise. Und Timmerevers gestand ein: Ja, ich hätte mich stärker präsent machen müssen, um eine Solidarität auch konkret vor Ort zum Ausdruck zu bringen. Da habe ich keine glückliche Hand gehabt.“

Die Rede wurde immer wieder von Pfiffen und Zwischenrufen unterbrochen und auf vielen Plakaten wurde Timmerevers als der Buhmann in der Krise hingestellt. „Kirche kann nicht heilen, aber uns Retten“, war da zum Beispiel zu lesen.

„Aufhören“-Rufe und gellendes Gelächter, gab es, als der Weihbischof von „christlicher Prägung“ der Krankhäuser sprach.

[Den vollständigen Bericht finden Sie in der MT]