Presseberichte

Forschungsprojekt zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit entlang der E 233

Die drei Praktikanten und ihr Mentor Dr. Molema arbeiten zwei Monate an dem Projekt „Wirtschaftliche Kraft Städtering Zwolle-Emsland“. Dafür wurden qualitative Interviews mit Frau Deeben (WiFö LK Cloppenburg), Frau Kruse (WiFö LK Emsland), Herrn Schewe (Remmers Baustoffe, Löningen) und Bürgermeister Thomas Städtler (Löningen) geführt.
Der Städtering Zwolle-Emsland ist eine Kooperation niederländischer und deutscher Kommunen, Provinzen, Landkreise, KvKs und IHKs, des niederländischen Wirtschaftsministeriums und des Straßenbauamts in Lingen (NLStBV). Die Ziele sind:
 der vierspurige Ausbau der E 233 zwischen Meppen und der A1.
 deutsch-niederländische Aktivitäten zur Förderung der Wirtschaft in den Regionen entlang der E 233, also von Zwolle bis zur A1 bei Emstek.
 gemeinsame wirtschaftliche Darstellung der Regionen entlang der E 233 auf den nationalen und internationalen Karten
Für den Städtering nähert sich der Moment des tatsächlichen Ausbaus. Bis zur Fertigstellung des vierspurigen Ausbaus wird dieses Ziel auch vorrangig bleiben. Die Zusammenarbeit bekommt jedoch einen anderen Charakter. Vor allem die gemeinsame wirtschaftliche Profilierung wird dabei immer wichtiger.
Die Erwartungen dieses Projekts:
 Analyse der aktuellen wirtschaftspolitischen Agenda auf lokaler und regionaler Ebene
 Analyse der derzeitigen Situation und Entwicklungen im Bereich der Wirtschaftssektoren und der Wirtschaftscluster
 Analyse der Chancen der Clusterpolitik, die in den Niederlanden und in Niedersachsen angewendet wird
 Analyse der wirtschaftlichen Beziehungen, z.B. wo sich Zulieferer befinden, wo die Endprodukte geliefert werden
 Analyse internationaler (kommunaler) Kooperationen
In dem einstündigen Interview ging es vorwiegend um den sich in der Planung befindlichen Ausbau der E 233. Dabei merkte Städtler zunächst an, dass der Städtering eine reine Arbeitsgruppe ist und keine verbindliche Rechtsstruktur oder Beschlussfähigkeit besitzt. Neben den Arbeitsgruppentreffen zeichnet sich der Städtering vorwiegend durch seine Lobbyarbeit mit dem Ziel der Aufnahme der E 233 in den so genannten „Vordringlichen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans 2014 bis 2019 aus. Die Entscheidung, ob der vier-streifige Ausbau der E 233 in dieser Kategorie in den künftigen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird, wird voraussichtlich im September getroffen.
Städtler betonte die Wichtigkeit des Ausbaus. Dies zeigt sich in der bereits seit 2 Jahren laufenden Planung, deren Kosten jeweils zu 50% von den Landkreisen Emsland und Cloppenburg sowie den deutschen Städten an der E 233 auf der einen Seite und zu 50% aus Fördermitteln der Ems-Dollart-Region auf der anderen Seite übernommen werden. Das Ziel ist, baldmöglichst einen bestandskräftigen Planfeststellungsbeschluss zu erreichen. Es ist aus Sicht aller am Städtering Beteiligten sehr wichtig, den Ausbau voran zu treiben, um den Unternehmen in der Region bestmögliche infrastrukturelle Rahmenbedingungen bieten zu können.

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