Presseberichte

Runder Tisch Klimaschutz in Löningen

Ziel dieser Veranstaltung war, die langjährigen Erfahrungen der Stadt Löningen im kommunalen Klimaschutz mit den anderen Städten und Kommunen zu teilen. Der Löninger Bürgermeister Städtler umriss kurz die wichtigsten Klimaschutzmaßnahmen der Stadt. Städtler erläuterte: „Löningen hat bereits Mitte der 1980er Jahre begonnen, Niedrigtemperaturkessel in öffentlichen Gebäuden zu installieren, um Heizkosten zu senken und den CO2 Ausstoß zu verringern. Heute zeigt sich aktiver Klimaschutz in der Löninger Fernwärmeversorgung und der Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes.“
Zum Thema Fernwärmeversorgung referierte Herr Diplom Ingenieur Norbert Averdung vom gleichnamigen Ingenieurbüro, welches die Löninger Fernwärmeleitungen plante und betreut. Er erläuterte, wie durch die Verwendung von Biogas als regnerativen Energieträger jährlich mehr als 9.100 Tonnen Kohlendioxid Treibhausgas vermieden und eine jährliche Entlastung des städtischen Haushaltes in einer Größenordnung von etwa 426.000 Euro erzielt wird. Über eine 3,55 km lange Gasleitung von der Biogasanlage zu den Blockheizkraftwerksstandorten sowie eine 11,6 km lange Fernwärmeleitung als Ringleitung von den Blockheizkraftwerksstandorten werden sowohl verschiedene öffentliche Gebäude als auch eine Vielzahl von privaten Wärmeabnehmern mit kostengünstiger regenerativer Energie versorgt. Das Fernwärmeprojekt der Stadt Löningen wurde u.a. beim Klimaschutzwettbewerb des Landes Niedersachsen “KlimaKommunal 2010“ ausgezeichnet und mit einem Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro prämiert.
Zum Thema Klimaschutzkonzept referierte Herr Diplom Ingenieur Reiner Tippkötter vom Ingenieurbüro „infas enermetric“. Herr Tippkötter entwickelte zusammen mit der Stadt Löningen ein Klimaschutzkonzept mit dem Ziel, die Einwohner Löningens für die Themen Klimaschutz und Energieeffizienz zu sensibilisieren. Eine CO2- und Energiebilanz wurde erstellt, die die CO2-Emissionen sowie die Energiebereitstellung und den Energieverbrauch auf dem Stadtgebiet aufdeckte und mögliche Handlungsschwerpunkte aufzeigt. Im Rahmen des Konzeptes wurden darüber hinaus ein klimapolitisches Leitbild sowie Ziele und Maßnahmen definiert und formuliert, auf deren Basis sich Effizienz- und Klimaschutzprojekte begründen. In diesem Sinne kann das integrierte Klimaschutzkonzept als strategischer Leitfaden für eine auf Dauer angelegte Energie- und Klimaschutzpolitik dienen.
Die Teilnehmer bedankten sich die umfangreich dargebotenen Erfahrungen der Stadt Löningen im kommunalen Klimaschutz und wollen zukünftig ebenfalls ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten.

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