Presseberichte

Vierte Palliativ-Pflegefachkraft im Pflegedienst Hasetal

Mit Carmen Willen hat nun die vierte Gesundheits- und Krankenpflegerin ihre Weiterbildung zur Palliativpflege-Fachkraft abgeschlossen. Zum bestandenen Zertifikat gratulierten Inhaberin und Pflegedienstleitung Anne Rameil und das Palliativteam mit einem Blumenstrauß. Im Palliativteam begleiten qualifizierte Pflegefachkräfte gemeinsam mit Palliativmedizinern und ehrenamtlichen Hospizhelferinnen unheilbar Schwerstkranke mit belastenden Symptomen in ihrer letzten Lebensphase. Das Ziel ist, die verbleibende Lebenszeit bei guter Lebensqualität möglichst im gewohnten Umfeld zu verbringen. Dazu sind die Pflegenden z.B. besonders in Schmerztherapie, Kommunikation und ethischen Fragen geschult und können sich im Rahmen der Palliativpflege auch den Angehörigen beratend und begleitend zuwenden. Das Palliativteam ist für eingeschriebene Klienten 24 Stunden an sieben Tagen für Krisensituationen erreichbar, um unnötigen stationären Aufenthalten vorzubeugen. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) wird durch den Hausarzt oder Krankenhausarzt verordnet und von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Nach einer repräsentativen Untersuchung des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes wünschen sich 58 Prozent der Deutschen, zu Hause sterben zu können. Tatsächlich versterben stattdessen 58 Prozent im Krankenhaus und 19 Prozent im Pflegeheim oder Hospiz. Mit Unterstützung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung wurde es in Löningen seit Beginn der Palliativarbeit für 80 Prozent der so begleiteten Schwerkranken möglich, zu Hause zu versterben. Wichtig ist, die Palliativversorgung bei einer fortgeschrittenen Erkrankung frühzeitig genug zu beginnen, damit belastende Symptome so früh wie möglich gelindert werden können.


zum Bild (von links nach rechts):
Karin Bohmann, Carmen Willen, Anne Rameil und Claudia Kramer. Foto: Ulf Dunkel.


Quelle:
Presseinfo Palliativteam Hasetal · Anne Rameil vom 11.04.2019