Presseberichte

Neue Versorgungsleitungen erster Schritt

Sanierung der Lindenallee dauert bis Jahresende / Häuser erhalten erstmals eigene Abwasserleitung vor der Haustür
Mit groß dimensionierten Regenwasserrohren von 1,20 Meter Durchmesser wird in der Lindenallee zusätzlicher Stauraum geschaffen, der die bisherigen Probleme bei Starkregen beseitigen soll.
Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis zum Ende des Jahres

von Willi Siemer


Löningen - Zufrieden mit dem Auftakt der umfassenden Sanierungsarbeiten der Lindenallee zeigt sich der Fachbereichsleiter Tiefbau der Löninger Stadtverwaltung, Jochen Krassen, im MT-Gespräch. Es sei noch ein sehr weiter Weg, er sei aber sehr froh, dass dieses wichtige Projekt jetzt endlich verwirklicht werde.

Nach dem Beseitigen der Linden und der Fahrbahn im ersten Abschnitt zwischen der Einmündung der Straße Im Winkel und der Lagestraße werden alle Versorgungsleitungen komplett neu installiert.

Ein bis zwei Meter weiter in Richtung Fahrbahnmitte unter dem zukünftigen Grünstreifen mit den neuen Lindern verlegt die Firma Sieverding zurzeit alle Leitungen neu: eine Wasserleitung des Versorgers OOWV, neue Gas- und Stromleitungen und eine Glasfaserleitung. In einem zweiten, sehr aufwendigen Schritt werden dann die bisherigen Anschlussstellen der Häuser an die derzeitigen Versorgungsleitungen freigelegt und an die neuen angeklemmt.

Am heutigen Montag beginnt die Firma Stegemann mit den eigentlichen Tiefbauarbeiten. In einem ersten Schritt wird zunächst der neue Regenwasserkanal im südlichen Bereich der Fahrbahn auf der Post-Seite eingebuddelt, dessen riesige Rohre bereits entlang der Fahrbahn abgelegt worden sind. Wir haben uns entschlossen, einen Kanal mit einem Durchmesser von 1,20 Meter zu installieren, um die bei Starkregen immer wieder auftretenden Probleme durch Überschwemmungen und das Hochdrücken der Gullideckel bei der Entwässerung in Richtung Hase zu beenden“, so Krassen. Die groß dimensionierten Rohre dienen dabei als zusätzlicher Stauraum und Puffer beim Abfließen der Regenmengen.

Anschließend wird es in der 330 Meter langen Straße eine Premiere geben. Erstmals wird hier ein Schmutzwasserkanal verlegt. Die gegen die Belastungen durch die Abwässer unempfindlichen Steinzeug-Rohre werden auf der REWE-Seite in die Fahrbahn eingelassen. Bisher wurden die Abwäser der Haushalte an der Lindenallee vor allem durch lange Leitungen in Richtung der Straße Im Winkel entsorgt.

Bis zum Ende des Jahres sollen die Arbeiten auf der erst seit 2018 kommunalen Straße abgeschlossen werden. Wichtigste Veränderung wird dann ein kombinierter Geh- und Radweg auf beiden Seiten mit einer Breite von 2,50 Meter sein. Ebenfalls durchgehend auf beiden Seiten wird ein Pflanzstreifen von 2,25 Metern Breite angelegt, in dem auch die neuen Linden gepflanzt werden. Der notwendige Platz wird durch das Reduzieren der Fahrbahn und das Zusammenlegen der bisher getrennten Geh- und Radwegs geschaffen.


zum oberen Bild:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 15.04.2019.

zum zweiten Bild:
Erster Sanierungsschritt: Ein bis zwei Meter weiter in Richtung Fahrbahnmitte verlegen die Spezialisten zurzeit eine neue Gasleitung (dicke, gelbe Plastikleitung), ein neues Stromkabel (schwarzes Kabel), das orangefarbene Glasfaserkabel und eine neue Wasserleitung, deren Rohre gerade herangefahren werden. Anschließend werden die Haushalte von der alten an die neue Leitung angeschlossen. Foto: Willi Siemer.

zum dritten Bild:
Premiere: Erstmals wird in der Lindenallee eine Abwasserleitung verlegt. Bisher werden die Abwässer der Häuser unter anderem in Richtung der Straße Im Winkel abgeleitet. Foto: Willi Siemer.

zum vierten Bild:
Groß dimensioniert: 1,20 Meter Durchmesser haben die Rohre der neuen Regenwasserkanalisation, die in der Straße verlegt werden. Sie dienen gleichzeitig als Stauraum, um die Kanalisation zu entlasten. Foto: Willi Siemer.


Quelle:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 15.04.2019.